Scholz reist zu Gipfel zur Ostsee-Sicherheit
14.01.2025 - 05:49:01Bei einem Gipfel in der finnischen Hauptstadt Helsinki sollen vor allem Wege gefunden werden, wie man kritische Infrastruktur in der Ostsee besser schĂŒtzen und der Bedrohung durch die sogenannte russische Schattenflotte begegnen kann. Damit sind Schiffe gemeint, die Russland benutzt, um Sanktionen infolge seines Einmarsches in die Ukraine etwa beim Ăltransport zu umgehen.
Gastgeber des Sicherheitsgipfels sind der finnische StaatsprĂ€sident Alexander Stubb und der estnische MinisterprĂ€sident Kristen Michal. Neben Scholz nehmen auch die Staats- und Regierungschefs weiterer NATO-LĂ€nder aus der Ostsee-Region teil, darunter DĂ€nemark, Lettland, Litauen, Polen und Schweden. NATO-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte reist aus BrĂŒssel an, wĂ€hrend die EU-Kommission von VizeprĂ€sidentin Henna Virkkunen vertreten wird. Russland, der einzige Ostsee-Anrainerstaat auĂerhalb der NATO, ist nicht beteiligt.
Mit dem Gipfel reagieren die beteiligten Nato-LĂ€nder auf jĂŒngste VorfĂ€lle, bei denen mehrere Kabel in der Ostsee mutmaĂlich vorsĂ€tzlich gekappt wurden. Darunter war in gleich zwei FĂ€llen auch ein Glasfaserkabel, das zwischen Helsinki und Rostock verlĂ€uft. Beim jĂŒngsten dieser VorfĂ€lle, bei dem auch eine Stromleitung zwischen Finnland und Estland beschĂ€digt wurde, steht der Ăltanker "Eagle S" unter Verdacht, die SchĂ€den mit seinem Anker verursacht zu haben. Das Schiff fuhr unter der Flagge der Cookinseln, gehört nach EinschĂ€tzung der EU aber zur russischen Schattenflotte.

