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Experten: Brauchen mehr Antworten auf neue Hyperschallwaffen

18.06.2024 - 12:15:47

Nato-General Christian Badia hĂ€lt verstĂ€rkte Anstrengungen zur Verteidigung gegen moderne Hyperschallwaffen fĂŒr nötig.

FĂŒr eine glaubhafte Abschreckung mĂŒsse dabei sowohl auf Verteidigung als auch die FĂ€higkeit zum Angriff gesetzt werden, sagte Badia am Dienstag in Berlin auf einer Fachkonferenz. WĂ€hrend es im Jahr 2020 noch viel Hoffnung auf eine RĂŒstungskontrolle der neuen Technologie gegeben habe, seien Fachleute nun pessimistischer geworden. Russland setzt diese Waffensysteme bereits gegen die Ukraine ein.

Hyperschallwaffen fliegen mit bis zu zwanzigfacher Schallgeschwindigkeit auf ihre Ziel zu, sind dabei weiter manövrierbar und zugleich deutlich schwerer zu orten als ballistische Raketen. Die Vorwarnzeit könne auf nur noch etwa zwei Minuten schrumpfen, hieß es bei dem Treffen. Fachleute bezeichnen die Waffen deswegen auch als "game changer", die die Regeln und strategischen Überlegungen eines Konflikts Ă€ndern können.

"Strecke Moskau-Berlin. Wenn man schnell ist, fĂŒnf Minuten von dort nach hier. Selbst Peking-Berlin, wo man sagt, Peking, unendlich weit weg, 20 Minuten", sagte Markus Ziegler vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) dazu. Das habe Auswirkungen. Ziegler sagte: "Die Welt, in der wir leben, wird wieder ein Dorf. Das heißt, mit den Technologien kann ich Bedrohungen aufbauen. Ich kann aber auch geopolitische Einflussnahme erzeugen." Der BDLI und der Bundesverband Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) sind Organisatoren der 1. Innovationskonferenz Hyperschall.

@ dpa.de