Nato-GeneralsekretÀr, Rutte

Nato-GeneralsekretÀr Rutte warnt in Ramstein vor China, Iran und Nordkorea

09.01.2025 - 13:25:50

Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte hat beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe dafĂŒr geworben, das Land weiter entschlossen in seinem Abwehrkampf gegen Russland zu unterstĂŒtzen.

"Wir mĂŒssen alles tun, um sicherzustellen, dass die Ukraine in Bezug auf Ausbildung und AusrĂŒstung das bekommt, was sie benötigt, um den Kampf fortzusetzen und zu bestehen", sagte Rutte am Rande der Beratungen auf dem US-LuftwaffenstĂŒtzpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz. Es sei entscheidend, die Ukraine in die bestmögliche Position zu bringen, damit diese irgendwann einmal auf eigene Initiative Verhandlungen zur Lösung des Konflikts beginnen könne.

Sollte bei solchen Verhandlungen kein gutes Abkommen herauskommen, werde dies auch in China, Nordkorea und im Iran wahrgenommen werden, warnte Rutte mit Blick darauf, dass diese LÀnder durch einen Erfolg Russlands in der Ukraine gestÀrkt werden könnten. In dem Krieg gehe es nicht nur um die Ukraine, sondern auch um den geopolitischen Kontext.

Zu den jĂŒngsten Forderungen des zukĂŒnftigen US-PrĂ€sidenten Donald Trump nach Verteidigungsausgaben der europĂ€ischen Alliierten in Höhe von fĂŒnf Prozent ihrer Wirtschaftskraft Ă€ußerte sich Rutte bei dem Treffen zunĂ€chst nicht explizit. Er betonte lediglich, dass es auch bei der UnterstĂŒtzung der Ukraine um Lastenteilung gehe. Dabei lobte er explizit das Engagement der Bundesrepublik. "Deutschland hat bisher fast 30 Milliarden Euro an UnterstĂŒtzung in Form von Ausbildung und AusrĂŒstung fĂŒr die Ukraine bereitgestellt", sagte er.

Hintergrund der GesprĂ€che in Ramstein sind die schwierige militĂ€rische Lage fĂŒr die ukrainischen StreitkrĂ€fte im Osten des Landes und das Szenario, dass Trump als US-PrĂ€sident versuchen könnte, die Ukraine und Russland zu Verhandlungen zu drĂ€ngen. Trump hatte zuletzt gesagt, er hoffe auf ein Ende des Krieges "lange bevor sechs Monate rum sind".

@ dpa.de