Nato-GeneralsekretÀr erwartet neue Forderungen von Trump
23.12.2024 - 06:34:46"Er wird wollen, dass wir mehr tun", sagte Rutte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.
Insgesamt gesehen investierten die europĂ€ischen Alliierten mittlerweile zwar mehr als zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Verteidigung. In vier bis fĂŒnf Jahren werde man aber ein Problem mit der Abschreckung gegen Russland bekommen, wenn man nicht mehr ausgebe.
Neues Ziel fĂŒr Verteidigungsausgaben?
Ob er eine Erhöhung des Nato-Ziels fĂŒr die Verteidigungsausgaben auf drei Prozent des BIP oder noch mehr fĂŒr sinnvoll hĂ€lt, sagte Rutte nicht. Eine Entscheidung dazu soll bis zum Nato-Gipfel im kommenden Juni fallen. Im Wahlkampf hatte Trump angekĂŒndigt, dass er eine Erhöhung des Nato-Ziels auf drei Prozent des BIP fĂŒr geboten hĂ€lt. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass Trump sogar fĂŒnf Prozent fordern könnte.
Aus Sicht des Republikaners tun die europĂ€ischen Partner deutlich zu wenig fĂŒr die Verteidigung und verlassen sich zu sehr auf den Schutz der USA. In seiner ersten Amtszeit hatte Trump deswegen sogar mit einem Nato-Austritt gedroht.
Deutschland hat seine Verteidigungsausgaben zuletzt enorm gesteigert, wird aber dennoch in diesem Jahr gerade einmal auf eine BIP-Quote von etwa 2,1 Prozent kommen. Die USA liegen hingegen kontinuierlich bei Ausgaben von deutlich mehr als drei Prozent des BIP. Das aktuelle Nato-Ziel sieht vor, dass die BĂŒndnisstaaten mindestens zwei Prozent ihres BIP in Verteidigung investieren.

