Nato-GeneralsekretÀr: Putin hat kein Interesse an Frieden
03.12.2024 - 11:02:51"Russlands Aggression zeigt keine Anzeichen des Nachlassens. Ganz im Gegenteil: Putin verschĂ€rft seine Rhetorik und handelt weiterhin rĂŒcksichtslos", sagte Rutte in einer Pressekonferenz zu einem zweitĂ€gigen Nato-AuĂenministertreffen in BrĂŒssel. Als Beispiele nannte er den Einsatz nordkoreanischer Soldaten und das Abfeuern neu entwickelter Raketen auf die Ukraine.
"Putin hat kein Interesse an Frieden", sagte Rutte. "Er setzt seinen Kurs fort und versucht, mehr Territorium zu erobern. Denn er glaubt, er könne den Widerstand der Ukraine - und unseren - brechen."
Antwort der Nato darauf muss nach Meinung Ruttes zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung sein. "Wir alle werden mehr tun mĂŒssen", sagte der frĂŒhere niederlĂ€ndische Regierungschef. "Je stĂ€rker unsere militĂ€rische UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine jetzt ist, desto besser wird ihre Position am Verhandlungstisch sein. Und umso eher können wir die russische Aggression in der Ukraine ein fĂŒr alle Mal beenden."
Die Frage, wie groĂ die Chancen auf eine Beendigung des Krieges in der Ukraine sind, stellt sich derzeit vor allem vor dem Hintergrund des bevorstehenden Machtwechsels in den USA. In BrĂŒssel wird nicht ausgeschlossen, dass Donald Trump als PrĂ€sident versuchen könnte, die Ukraine und Russland zu Verhandlungen zu drĂ€ngen. DafĂŒr könnte er zum Beispiel der Ukraine androhen, im Fall einer Verweigerungshaltung die MilitĂ€rhilfe einzustellen. Russlands PrĂ€sidenten Putin könnte er hingegen in so einem Fall ankĂŒndigen, die MilitĂ€rhilfe fĂŒr Kiew noch einmal auszubauen.

