Nato-GeneralsekretÀr, Friedensdeal

Nato-GeneralsekretÀr warnt vor erzwungenem Friedensdeal

03.12.2024 - 13:31:30 | dpa.de

Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte warnt davor, die Ukraine in einer Phase der SchwÀche in Friedensverhandlungen mit Russland zu zwingen.

"Was auf keinen Fall passieren darf, ist, dass Kim Jong Un, Xi Jinping und andere sich High Five geben", sagte Rutte in einer Pressekonferenz zu einem zweitĂ€gigen Nato-Außenministertreffen in BrĂŒssel. Dies könne den nordkoreanischen Machthaber und Chinas Staatschef zu Handlungen bewegen, die auch fĂŒr die USA und EuropĂ€er schlecht seien. "Wenn wir irgendwann zu einem Ukraine-Deal kommen, muss es ein guter Deal sein", betonte Rutte.

Voraussetzung dafĂŒr ist aus Sicht des NiederlĂ€nders in der aktuellen Situation weitere MilitĂ€rhilfe. Nur so könne das Land in die Lage versetzt werden, selbst ĂŒber GesprĂ€che mit Russland zu entscheiden und diese dann im Fall der FĂ€lle aus einer Position der StĂ€rke fĂŒhren, erklĂ€rte er.

Auch Thema beim Treffen mit Trump

Seine Position habe er auch dem designierten US-PrĂ€sidenten Donald Trump bei einem Treffen vor eineinhalb Wochen deutlich gemacht hat. Rutte wollte allerdings nichts ĂŒber die Sicht des Amerikaners sagen. In Europa gibt es die BefĂŒrchtung, dass Trump als PrĂ€sident versuchen könnte, die Ukraine und Russland zu Verhandlungen zu drĂ€ngen. DafĂŒr könnte er etwa der Ukraine androhen, im Fall einer Verweigerungshaltung die MilitĂ€rhilfe einzustellen. Russlands PrĂ€sidenten Wladimir Putin könnte er hingegen in so einem Fall ankĂŒndigen, die MilitĂ€rhilfe fĂŒr Kiew noch einmal auszubauen.

Als weitere Themen seines erstens Treffens mit Trump seit der US-Wahl nannte Rutte mögliche Maßnahmen zur Steigerung der ProduktionskapazitĂ€ten der RĂŒstungsindustrie und die Verteidigungsausgaben. Dabei wiederholte er noch einmal seine EinschĂ€tzung, dass Verteidigungsausgaben in Höhe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in der aktuellen Situation zu wenig sind. "Es wird nicht ausreichen, bei zwei Prozent zu bleiben, denn langfristig bedeutet das, dass die Abschreckung nicht stark genug ist", sagte er.

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