Deutschland, Industrie

Gute GeschÀfte beim Triebwerkshersteller MTU

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 13:30 Uhr | dpa.de

Neben RĂŒstung und Informationstechnologie zĂ€hlt die Luftfahrtbranche zu den wenigen Industriezweigen, die nicht in einer tiefen Krise gefangen sind. Beim Triebwerkshersteller MTU lĂ€uft es.

Eine Flugzeugturbine auf dem GelÀnde eines MTU-Wartungsstandorts in Ludwigsfelde (Brandenburg). Die Wartung ist eine Haupteinnahmequelle des Dax-Konzerns. (Archiv) - Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Eine Flugzeugturbine auf dem GelÀnde eines MTU-Wartungsstandorts in Ludwigsfelde (Brandenburg). Die Wartung ist eine Haupteinnahmequelle des Dax-Konzerns. (Archiv) - Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der Triebwerkshersteller MTU profitiert von hoher Nachfrage in ziviler Luftfahrt und RĂŒstungsindustrie. Im ersten Halbjahr legten Umsatz und Gewinn krĂ€ftig zu. Vorstandschef Johannes Bussmann und Finanzchefin Katja Garcia Vila sehen den Dax-Konzern auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen - unter anderem soll der Umsatz auf 9,2 bis 9,7 Milliarden Euro steigen.

Im Gefolge von Airbus und Boeing

Der Umsatz in der ersten JahreshĂ€lfte wuchs um 13 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn legte um 5 Prozent auf 502 Millionen Euro zu. «Trotz der hochvolatilen Situation im Nahen Osten haben wir im ersten Halbjahr starke Ergebnisse erzielt», sagte Bussmann. MTU baut zusammen mit dem grĂ¶ĂŸeren US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney sowie Japanese Aero Engines den sogenannten Getriebefan-Antrieb, der den kleinsten Airbus-Passagierjet A220 und etwa jedes zweite Exemplar der Modellfamilie A320neo antreibt, der meistverkauften Flugzeugreihe der Welt. Auch an Antrieben fĂŒr Großraumjets des US-Herstellers Boeing ist MTU beteiligt. Sowohl Airbus als auch Boeing hatten in den Vortagen gute Zahlen gemeldet.

Wartung und RĂŒstung besonders erfolgreich

Allerdings gingen Erlös und operativer Gewinn im GeschĂ€ft mit neuen Triebwerken leicht zurĂŒck, hauptsĂ€chlich bedingt durch den schwachen US-Dollar. Triebwerkswartung und MilitĂ€rgeschĂ€ft warfen deutlich mehr ab als ein Jahr zuvor. Das RĂŒstungsgeschĂ€ft spielt bei MTU jedoch nur eine untergeordnete Rolle, den Großteil seiner UmsĂ€tze erzielt das MĂŒnchner Unternehmen im zivilen Bereich.

Die Arbeit wird den weltweit knapp 14.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jedenfalls in nÀherer Zukunft nicht ausgehen: Der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 30,4 Milliarden Euro, nach Angaben von FinanzvorstÀndin Garcia-Vila ist die Produktionsauslastung damit rechnerisch gut drei Jahren ausgelastet.

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