Sixt, Probleme

Sixt lÀsst Probleme mit Gewinnsprung hinter sich

13.08.2025 - 09:46:47

Neue Autos sind wieder billiger und ein Gebrauchtwagenproblem hat sich erledigt. Selbst in den USA geht es nach oben - nur zu den Preisen hÀlt man sich bei Sixt bedeckt.

Der Autovermieter Sixt lÀsst die Gebrauchtwagenprobleme des vergangenen Jahres mit einem Gewinnsprung im ersten Halbjahr hinter sich. Von Januar bis Juni verdiente das Unternehmen nach Steuern knapp 66 Millionen Euro. Das war mehr als das zweieinhalbfache des schwachen Vorjahreswertes. Finanzchef Franz Weinberger lobte das Ergebnis - gerade auch vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfelds und unsicherer Zeiten.

Vor einem Jahr hatte Sixt unter den schwachen Gebrauchtwagenpreisen gelitten, durch die das Unternehmen beim Weiterverkauf seiner Mietwagen weniger einnahm. Inzwischen ist dieses Problem aber gelöst. Im ersten Quartal seien die letzten betroffenen Fahrzeuge angefallen, sagt Weinberger. Im unbelasteten zweiten Quartal fiel der Gewinn mit gut 78 Millionen Euro entsprechend ĂŒppiger aus. Hilfreich sind dabei auch wieder besser gewordene Einkaufskonditionen. Nach der Knappheit auf dem Fahrzeugmarkt, sei die Lage hier wieder besser, erklĂ€rt Weinberger. 

Auch Sixt zahlt mehr fĂŒr die Versicherung

Im Versicherungsbereich sind die Kosten allerdings gestiegen - hier zahlte der Konzern im ersten Halbjahr nicht mehr 75, sondern 92 Millionen Euro. Autoversicherer haben zuletzt ihre PrĂ€mien auch fĂŒr Privatkunden deutlich gesteigert. Hintergrund sind höhere Kosten bei der Reparatur von UnfallschĂ€den. Im Vergleich zum Gesamtumsatz von 1,94 Milliarden Euro ist der Posten aber eher ĂŒberschaubar.

Die aktuelle Weltlage spĂŒrt auch Sixt, allerdings ohne große Blessuren. Man habe angesichts der hohen Unsicherheit im Markt die Flotte in den USA lieber etwas knapper geplant, sagt Weinberger. GrundsĂ€tzlich sei das GeschĂ€ft dort stabil, was auch daran liege, dass man rund zwei Drittel direkt mit Amerikanern mache. Zwar lag das Umsatzwachstum in den USA im zweiten Quartal unter dem in Europa, dazu trugen aber auch Wechselkurseffekte durch den schwachen Dollar bei. GrundsĂ€tzlich bleiben die USA als grĂ¶ĂŸter Autovermietmarkt der Welt fĂŒr Sixt aber ein strategischer Wachstumsmarkt, wie Weinberger betont.

Traditionell bedeckt hielt sich der Finanzchef beim Thema Mietwagenpreise. Diese seien extrem schwer vorherzusehen, sagt er. Die Vermietflotte zumindest wuchs. Im zweiten Quartal lag sie mit durchschnittlich 197.800 Fahrzeugen fast sechs Prozent ĂŒber dem Wert aus dem Vorjahreszeitraum.

@ dpa.de