Neue Mercedes C-Elektro: Kritik an Platzangebot und MaterialqualitÀt
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen erster Fahrtests in Finnland wurde der Innenraum der neuen elektrischen Mercedes C-Klasse einer detaillierten PrĂŒfung unterzogen. WĂ€hrend das Fahrzeug technologisch neue MaĂstĂ€be setzen soll, rĂŒcken ergonomische MĂ€ngel beim Platzangebot sowie eine teils kritisierte MaterialqualitĂ€t in den Fokus der Analyse.
Die elektrische Variante der Mercedes C-Klasse weist im Interieur deutliche Parallelen zum elektrischen GLC auf. Zentrale Komponente des Cockpits ist der sogenannte Hyperscreen mit einer Diagonale von 39,1 Zoll. In aktuellen Berichten wird die fast vertikale Positionierung dieses Bildschirms jedoch kritisch bewertet, da sie auf die Insassen beengend wirke. ErgÀnzt wird die digitale Schnittstelle durch einen KI-Assistenten, der Dienste von ChatGPT, Google und Microsoft integriert. In der Praxis wurde beobachtet, dass sich dieses System teilweise ohne explizite Aufforderung aktiviert.
Herausforderungen bei Ergonomie und Materialwahl
Trotz der digitalen Ausrichtung hĂ€lt der Hersteller an physischen Bedienelementen fest. So verfĂŒgt die Mittelkonsole weiterhin ĂŒber eine Bedienleiste mit Tasten sowie eine Walze zur LautstĂ€rkeregelung. FĂŒr die Ergonomie im Fahralltag bietet das Fahrzeug zudem zwei belĂŒftete Ladeschalen, zwei Cupholder sowie zusĂ€tzlichen Stauraum unter der Konsole. Die Arme der Insassen ruhen auf weich gepolsterten Auflagen.
Gleichzeitig gibt es Kritik an der haptischen Umsetzung in bestimmten Bereichen. So wurde berichtet, dass sich die Sonnenblenden in ihrer Beschaffenheit an Pappe orientieren, was im Kontrast zum Premium-Anspruch der Marke steht. Auch das Platzangebot im Fond wird als eng beschrieben. Das Fahrzeug weist eine GesamtlÀnge von 4.883 Millimetern bei einem Radstand von 2.962 Millimetern auf. Das Kofferraumvolumen betrÀgt 470 Liter, ergÀnzt durch einen 101 Liter fassenden Frunk unter der Fronthaube.
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Leistungsdaten und technische Spezifikationen
Das getestete Modell C400 4Matic verfĂŒgt ĂŒber eine Leistung von 360 kW beziehungsweise 490 PS und ein maximales Drehmoment von 800 Nm. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt laut Herstellerangaben in 4,0 Sekunden, wĂ€hrend die Höchstgeschwindigkeit bei 210 km/h abgeregelt wird. Die Energieversorgung ĂŒbernimmt ein Akku mit einer KapazitĂ€t von 94 kWh.
FĂŒr die Effizienz des 2.460 Kilogramm schweren Fahrzeugs sorgt unter anderem ein cw-Wert von 0,22. Die Reichweite wird nach WLTP-Standard mit 762 Kilometern angegeben, bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 14,1 kWh pro 100 Kilometer. Beim Laden unterstĂŒtzt das System eine AC-Leistung von 22 kW sowie eine DC-Schnellladeleistung von bis zu 330 kW.
Nachhaltigkeitsstrategie und Marktpositionierung
Mercedes bietet fĂŒr das Interieur optional eine vegane Ausstattungsvariante an. Nach Unternehmensangaben konnte der CO2-AusstoĂ bei der Produktion des Fahrzeugs um 23 Prozent reduziert werden. Zur technischen Ausstattung gehören zudem eine Luftfederung sowie eine Hinterachslenkung mit einem Einschlagwinkel von 4,5 Grad, um die ManövrierfĂ€higkeit der Limousine zu erhöhen.
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Der Einstiegspreis fĂŒr die neue elektrische C-Klasse wird mit 67.711 Euro beziffert. Interessenten fĂŒr eine Kombivariante mĂŒssen sich jedoch umorientieren: Nach aktuellem Stand ist keine elektrische AusfĂŒhrung als Kombi geplant. Damit konzentriert sich der Hersteller in diesem Segment vorerst auf die klassische Limousinenform, um die aerodynamischen Vorteile und die damit verbundene Reichweite zu maximieren.
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