Neuer Bahnfahrplan: Mehr Sprinter und ZĂŒge ins Ausland
11.10.2024 - 11:00:36Mehr Sprinter, mehr Verbindungen ins Ausland - aber auch höhere Ticketpreise: Die Deutsche Bahn hat den Fahrplan fĂŒr das kommende Jahr vorgestellt. Er gilt ab dem 15. Dezember. Buchbar sind die Fahrten bereits ab Mitte Oktober, dann auch noch zu den alten Preisen. Das Ă€ndert sich:Â
Mehr Sprinter-Verbindungen zwischen Berlin und Frankfurt
Die Deutsche Bahn baut mit dem neuen Fahrplan im Fernverkehr die Schnellverbindungen zwischen Frankfurt und Berlin aus. Sechs zusĂ€tzliche sogenannte Sprinter fahren ab Mitte Dezember ohne Zwischenhalt an Hannover und Fulda vorbei in rund vier Stunden zwischen der Hauptstadt und der Mainmetropole. Damit sind die Sprinter, wenn pĂŒnktlich, rund 20 Minuten schneller auf der Verbindung unterwegs als die regulĂ€ren FernzĂŒge.Â
Berlin-Paris und weitere internationale Verbindungen
Der neue Fahrplan soll darĂŒber hinaus vor allem Auslandsziele besser anbinden. Schon im September hatte die Bahn etwa eine direkte Verbindung zwischen Berlin und Paris angekĂŒndigt, die Teil der FahrplanĂ€nderung sein wird. Einmal pro Tag verkehrt dann ein Zug zwischen den beiden HauptstĂ€dten.Â
DarĂŒber hinaus wird auch das Fahrtangebot zwischen Deutschland und Polen ausgeweitet. «Mit zwei zusĂ€tzlichen ZĂŒgen pro Tag ergibt sich auf der Strecke BerlinâBreslauâKrakau kĂŒnftig ein Vier-Stunden-Takt», teilte die Bahn mit.Â
In den Sommer- und frĂŒhen Herbstmonaten kommt zwischen Frankfurt und BrĂŒssel zudem eine SpĂ€tverbindung hinzu. Zwei weitere ZĂŒge sind auĂerdem kĂŒnftig auf der Strecke MĂŒnchenâLindau-ReutinâZĂŒrich unterwegs.
«Der internationale Fernverkehr boomt», teilte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson mit. «Die Menschen wollen mehr Bahn in Europa.»Â
Nur wenige zusÀtzliche Verbindungen im Inland
Im Inland Ă€ndert sich im neuen Fahrplan vergleichsweise wenig. Unter anderem richtet die Bahn einen zusĂ€tzlichen Direktzug zwischen Berlin und SaarbrĂŒcken ein sowie ab Mitte MĂ€rz zwischen Rostock, Leipzig, Frankfurt und Stuttgart. Zwischen Bremen und Berlin soll ebenfalls ein zweiter tĂ€glicher Direktzug fahren.Â
AuĂerdem bringt der neue Fahrplan eine neue ICE-Nachtverbindung zwischen Berlin und der Schweiz. Diese ist ausschlieĂlich mit SitzplĂ€tzen ausgestattet und nicht mit Liegewagen. Am Nachtzugangebot, das die Bahn vor allem in Kooperation mit den Ăsterreichischen Bundesbahnen anbietet, Ă€ndert sich nichts.Â
Bahntickets werden teurer
Der neue Fahrplan ist ab dem 16. Oktober buchbar und gilt ab dem 15. Dezember. Bis dahin können die Tickets fĂŒr das nĂ€chste Jahr noch zu den bisherigen Preisen gekauft werden. Mit dem Fahrplanwechsel hebt die Bahn die Fahrkartenpreise an.Â
Teurer werden unter anderem die sogenannten Flexpreise, laut Bahn um rund 5,9 Prozent. Mit diesen Tickets sind Kundinnen und Kunden auf der gebuchten Verbindung nicht an einen bestimmten Zug gebunden, sondern können an dem Tag jeden beliebigen Fernzug auf der Strecke nehmen. Teurer wird auĂerdem die Bahncard 100, mit der Inhaber unbegrenzt und beliebig den Fernverkehr nutzen können. Hier erhöht sich der Preis im Schnitt um 6,6 Prozent auf dann 4.899 Euro pro Jahr.Â
An den Spar- und Supersparpreisen, mit denen eine feste Zugbindung einhergeht, Ă€ndert sich zum Fahrplanwechsel hingegen nichts. Auch die Preise fĂŒr die Rabatt-Abos Bahncard 25 und Bahncard 50 bleiben stabil.
Riedbahn wird fertig - UnpĂŒnktlichkeit bleibt vorerst
Zum Fahrplanwechsel soll auch die Sanierung der sogenannten Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim abgeschlossen sein. VerlÀuft alles nach Plan, wird die derzeitige Vollsperrung auf der Strecke zum 15. Dezember aufgehoben.





