Trump-Prozess: Anwalt von Pornodarstellerin Stormy Daniels befragt
03.05.2024 - 06:09:47Anwalt Keith Davidson trat ĂŒbereinstimmenden US-Medienberichten am Donnerstag vor dem Gericht in New York als Zeuge auf und berichtete darĂŒber, wie er im PrĂ€sidentschaftswahlkampf 2016 mit dem damaligen Trump-Anwalt Michael Cohen verhandelt habe. Letztendlich habe seine Klientin Daniels daraufhin zugestimmt, im Gegenzug fĂŒr 130 000 Dollar Schweigegeld nicht ĂŒber ihre Begegnung mit Trump zu sprechen.
Daniels behauptet, Sex mit Trump gehabt zu haben. Trump bestreitet eine AffĂ€re, nicht aber, dass Geld geflossen ist. In dem Verfahren - dem ersten Strafprozess gegen einen ehemaligen US-PrĂ€sidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten - ist Trump unter anderem wegen FĂ€lschung von GeschĂ€ftsunterlagen angeklagt. Der 77-JĂ€hrige, der im November erneut zum US-PrĂ€sidenten gewĂ€hlt werden will, hat auf nicht schuldig plĂ€diert. Schweigevereinbarungen zwischen zwei Parteien sind nicht grundsĂ€tzlich illegal. Trump wird aber vorgeworfen, er habe die Zahlungen unrechtmĂ€Ăig verbucht, auf illegale Weise zu verschleiern versucht und damit andere GesetzesverstöĂe vertuschen wollen.
Nachdem Trump zum US-PrÀsidenten gewÀhlt worden sei, sei ihm klar geworden, "dass unsere AktivitÀten auf irgendeine Art und Weise dem Wahlkampf von Donald Trump geholfen haben könnten", sagte Anwalt Davidson nun im Zeugenstand. Cohen habe ihn nach der Wahl zudem vielfach angerufen und sich enttÀuscht gezeigt, dass ihn Trump nicht mit nach Washington genommen und mit einem Posten belohnt habe.
Der Prozess gegen Trump hatte Mitte April begonnen und könnte nach Gerichtsangaben bis zu acht Wochen dauern. Bei einer Verurteilung droht dem 77-JĂ€hrigen eine mehrjĂ€hrige GefĂ€ngnisstrafe, die auch zur BewĂ€hrung ausgesetzt werden könnte. Trump hĂ€tte zudem die Möglichkeit, Berufung einzulegen. Auch nach einer möglichen Verurteilung - und selbst im Falle einer GefĂ€ngnisstrafe - dĂŒrfte Trump bei der PrĂ€sidentschaftswahl antreten.

