Welche BundeslÀnder am meisten unter Trumps Zöllen leiden
07.07.2025 - 13:23:18Sie verlieren einer aktuellen Auswertung des Ifo-Instituts mit drei verschiedenen Szenarien am stÀrksten an industrieller Wertschöpfung, je nach Land und Szenario zwischen 1,7 und 3 Prozent. Sachsen-Anhalt und die anderen norddeutschen LÀnder schrumpfen dagegen am wenigsten.
"Entscheidend sind strukturelle Unterschiede zwischen den BundeslÀndern wie eine starke PrÀsenz der Automobilindustrie", sagt Ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann. Dementsprechend sind auch Bremen und Bayern, in denen es ebenfalls eine starke PrÀsenz der Autoindustrie gibt, nur minimal schwÀcher betroffen als die drei bereits genannten LÀnder.
Ausnahme Hamburg
Die groĂe Ausnahme ist Hamburg: In einem der drei Szenarien profitiert es, in einem leidet es zumindest nicht. "Der industrielle Fokus Hamburgs auf den sonstigen Fahrzeugbau, unter den auch der Schiffbau fĂ€llt, könnte die negativen Zolleffekte der anderen Industrien kompensieren", sagt Marcel Thum, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Dresdener Ifo-Niederlassung.
In der Studie untersuchten die Ifo-Experten drei Szenarien:
* Lediglich produktspezifische Zölle.
* Eine Mischung aus dem Basiszoll von 10 Prozent mit zusÀtzlichen produktspezifischen Zöllen, beispielsweise auf Stahl und Autos.
* Die von Trump als reziprok bezeichneten Zölle - also fĂŒr die EU 50 Prozent mit produktspezifischen Ausnahmen.
FĂŒr die meisten LĂ€nder wĂ€ren die produktspezifischen Zölle dabei die ertrĂ€glichste Variante. Niedersachsen hat hier mit 2 Prozent das gröĂte Minus, Hamburg sogar ein leichtes Plus von 0,7 Prozent. Das untere Szenario ist dagegen meist das schlimmste mit RĂŒckgĂ€ngen von bis zu 3 Prozent in Baden-WĂŒrttemberg und dem Saarland. Hamburg kommt hier mit minus 1,5 Prozent ebenfalls am besten davon. Entscheidend werde sein, welche Zollpolitik die US-Regierung nach Ablauf der 90-tĂ€gigen Verhandlungspause verfolgt, heiĂt es vom Ifo.

