NiedersÀchsischer, Energieminister

NiedersĂ€chsischer Energieminister ĂŒber LNG-Ausbau: 'Jetzt reicht es auch'

15.12.2024 - 11:41:01

Niedersachsens Energieminister Christian Meyer ist gegen den Bau zusĂ€tzlicher KapazitĂ€ten fĂŒr den Import von FlĂŒssigerdgas (LNG).

"Ich sage, jetzt reicht es auch. Ich glaube, dass die LNG-KapazitĂ€ten ausreichen. Wir sehen das auch an der aktuellen Marktlage", sagte der GrĂŒnen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Im Wissen um Sicherheitsgefahren wie mögliche AnschlĂ€ge habe man vorsorglich etwas höhere LNG-KapazitĂ€ten gebaut als man eigentlich brauche, sagte Meyer. Die Hafeninfrastruktur dafĂŒr sei auch eine Investition in die Zukunft, weil man die Terminals auch fĂŒr klimafreundlich erzeugtes Gas nutzen könne.

Dennoch sei es eine gute Nachricht fĂŒr das Klima, dass das LNG-Terminal in Wilhelmshaven voraussichtlich in den ersten drei Monaten 2025 kein neues Gas einspeisen werde. Die Gasspeicher in Deutschland seien voll, erneuerbare Energien seien ausgebaut und der Gasverbrauch sei deutlich gesenkt worden, sodass man kein teures Gas brauche. "Von daher ist das gut fĂŒr die Umwelt und gut fĂŒrs Klima, weil wir ja langfristig rauswollen aus fossiler Versorgung und uns mit erneuerbaren Energien versorgen wollen", sagte Meyer.

LNG-Terminal Wilhelmshaven vor mehrmonatiger Pause

Der Betreiber des LNG-Terminals in Wilhelmshaven, die Deutsche Energy Terminal, hatte in einer Marktmitteilung bekanntgegeben, dass die KapazitĂ€t im Zeitraum vom 5. Januar bis 1. April 2025 nicht vermarktet wird und das Terminal fĂŒr Frachtlieferungen ungenutzt bleibt. Das Unternehmen betonte aber, dass die Planung kurzfristig wieder angepasst werden könne. Die KapazitĂ€ten mĂŒssten zudem als Kriseninstrument bereitstehen.

Neben dem Terminal in Wilhelmshaven gibt es weitere in BrunsbĂŒttel (Schleswig-Holstein) und Mukran (Mecklenburg-Vorpommern). Geplant ist, im ersten Quartal 2025 ein zweites Terminal in Wilhelmshaven sowie eines in Stade in Betrieb zu nehmen.

@ dpa.de