Bund-LĂ€nder-Einigung, FlĂŒchtlingspolitik

Weil hofft auf Bund-LĂ€nder-Einigung bei FlĂŒchtlingspolitik

05.03.2024 - 11:23:48

Niedersachsens MinisterprĂ€sident Stephan Weil erhofft sich von den GesprĂ€chen von Bund und LĂ€ndern eine Einigung bei der FlĂŒchtlingspolitik.

Bei dem Thema sei aufbauend von den BeschlĂŒssen vom November vergangenen Jahres vieles vorangekommen, sagte der SPD-Politiker am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Manche Entscheidungen mĂŒssten erst noch umgesetzt werden beziehungsweise noch greifen, "das gilt insbesondere fĂŒr die Sicherung der EU-Außengrenzen und fĂŒr eine gerechte Verteilung innerhalb Europas." Weiter sagte der MinisterprĂ€sident: "Polarisierende Diskussionen ĂŒber neue Forderungen, bevor auch nur die Wirkung der getroffenen BeschlĂŒsse abschĂ€tzbar sind, helfen dagegen nicht, allenfalls denjenigen, die am rechten Rand fischen."

Bei ihrem Treffen am Mittwoch wollen die Regierungschefs der LĂ€nder zunĂ€chst untereinander und dann mit Scholz ĂŒber die Migrationspolitik beraten. Im November hatten sich Bund und LĂ€nder beispielsweise auf eine Einigung bei den FlĂŒchtlingskosten verstĂ€ndigt.

Das Bundeskabinett hatte am vergangenen Freitag beschlossen, dass die geplante Bezahlkarte fĂŒr Asylbewerber mit einem Bundesgesetz abgesichert wird. Mit der Karte soll etwa verhindert werden, dass Asylbewerber Geld an Schlepper oder an ihre Familie oder Freunde ins Ausland ĂŒberweisen. Die konkrete Ausgestaltung ist vielerorts noch unklar. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gehen eigene Wege, wollen aber ebenfalls eine Bezahlkarte einfĂŒhren.

Der MinisterprĂ€sident forderte vor den Bund-LĂ€nder-GesprĂ€chen erneut niedrigere Energiepreise, vor allem fĂŒr energieintensive Unternehmen. Dies sei besonders wichtig, damit diese Unternehmen international wieder konkurrenzfĂ€hig seien, sagte Weil. Mit dem Wachstumschancengesetz wĂŒrden gerade kleine und mittlere Unternehmen entlastet. "Wir brauchen aber auch zukunftsgerichtete Investitionen, damit Deutschland seine wirtschaftliche StĂ€rke weiter ausspielen kann. Dazu gehören insbesondere Investitionen in Infrastruktur - von den Straßen bis zu den Stromtrassen."

@ dpa.de