Deutschland, Hochburg

Deutschland Hochburg bei E-Bikes in Europa - Preise sinken

24.06.2025 - 04:30:40

Nirgendwo in Europa wird so viel Geld mit E-Bikes gemacht wie in Deutschland. Zwar gab es zuletzt einen DĂ€mpfer im lukrativen GeschĂ€ft. Doch langfristig dĂŒrfte kein Weg am Elektro-Rad vorbeifĂŒhren.

  • E-Bikes dominieren den deutschen Fahrradmarkt. (Archivbild) - Foto: Arne Dedert/dpa

    Arne Dedert/dpa

  • Gravelbikes werden immer beliebter. (Archivbild) - Foto: Marvin Gebauer/Schwalbe/pd-f/dpa-tmn

    Marvin Gebauer/Schwalbe/pd-f/dpa-tmn

  • FĂŒr RennrĂ€der werden oft hohe Preise bezahlt. (Archivbild) - Foto: Fabian Sommer/dpa

    Fabian Sommer/dpa

E-Bikes dominieren den deutschen Fahrradmarkt. (Archivbild) - Foto: Arne Dedert/dpaGravelbikes werden immer beliebter. (Archivbild) - Foto: Marvin Gebauer/Schwalbe/pd-f/dpa-tmnFĂŒr RennrĂ€der werden oft hohe Preise bezahlt. (Archivbild) - Foto: Fabian Sommer/dpa

Deutschland ist beim Trend zum Elektro-Fahrrad eine Hochburg in Europa. Mit E-Bikes wurde hierzulande 2024 ein Umsatz von knapp 5,4 Milliarden Euro erzielt - fast die HĂ€lfte des Umsatzes mit Elektro-RĂ€dern in ganz Europa (12 Mrd. Euro). Das zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft EY.

Demnach steuerten E-Bikes in Deutschland 86 Prozent des Gesamtumsatzes mit FahrrĂ€dern bei - mehr als in Österreich (77), den Niederlanden (72) und Frankreich (58). In Spanien standen E-Bikes nur fĂŒr 39 Prozent des Umsatzes. Dort waren 18 Prozent der verkauften FahrrĂ€der E-Bikes, in Deutschland dagegen mehr als jedes Zweite (54 Prozent). Hierzulande sind fast alle Arten von RĂ€dern elektrifiziert - vom Lastenrad bis zum Mountainbike.

Umsatz mit E-Bikes sinkt erstmals

Zugleich ging 2024 das lukrative GeschĂ€ft mit E-Bikes zurĂŒck und verschĂ€rfte die Krise in der Fahrradbranche, die sich in diesen Tagen zur Messe Eurobike in Frankfurt trifft. So schrumpfte Zahl der verkauften Elektro-RĂ€der EY zufolge um zwei Prozent auf zwei Millionen, der Umsatz fiel um 12 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Auch der Absatz mechanischer FahrrĂ€der sank - um fĂŒnf Prozent zum Vorjahr auf 1,8 Millionen. 

«Die deutsche Fahrradbranche musste im vergangenen Jahr erneut schmerzhafte Umsatzeinbußen hinnehmen», sagt EY-Partner Stefan Mohr. 

Jedoch folgt der RĂŒckgang auf einen Boom in der Corona-Pandemie. So sank der Umsatz der Fahrradbranche 2024 zwar um zehn Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro, er lag damit aber immer noch 58 Prozent höher als im Vor-Corona-Jahr 2019. 

Übrig vom Boom sind immer noch recht volle Lager, die sich nur langsam leeren. Die Folge: Im vergangenen Jahr fiel der Durchschnittspreis fĂŒr ein E-Rad laut Zweiradindustrieverband um zehn Prozent auf 2.650 Euro. Damit kosteten sie aber immer noch gut fĂŒnfmal so viel wie ein normales Rad (500 Euro).

Klassische FahrrĂ€der spielten fĂŒr den Umsatz der Branche eine untergeordnete Rolle, sagt Mohr. Allerdings steige die Nachfrage nach Gravelbikes und RennrĂ€dern, was dort die Preise treibt.

Anstieg bei Kinder- und JugendfahrrÀdern

Deutlich stieg 2024 der Absatz von Kinder- und JugendfahrrĂ€dern: um 34 Prozent auf 235.000 StĂŒck. Noch 2023 hatte es hier sinkende Zahlen gegeben.

Insgesamt erwarten die Autoren eine Erholung des Fahrradmarkts - nicht zuletzt wegen der E-RÀder. Nach dem Boom der vergangenen Jahre werde es Ersatzbedarf geben, sagt Constantin Gall, Managing Partner bei EY. «Das Interesse an E-Bikes bleibt hoch.»

@ dpa.de