Im schlimmsten Fall drohen EngpÀsse bei Treibstoffen
25.03.2026 - 12:23:22 | dpa.de
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hĂ€lt VersorgungsengpĂ€sse bei Treibstoff als Folge des Iran-Krieges fĂŒr möglich. Derzeit sehe man stark steigende Preise, besonders bei Benzin, Diesel und Flugzeugtreibstoff aber keinen Mangel, sagte sie bei der Energiekonferenz CeraWeek in Houston, Texas. Ende der Konflikt nicht, werde man diese aber wahrscheinlich spĂ€ter sehen, im April oder Mai.Â
Das Bundeswirtschaftsministerium betonte auf Nachfrage, Reiche habe sich mit ihrer ĂuĂerung «auf ein Worst-Case-Szenario aus unverminderter militĂ€rischer Auseinandersetzung im Nahen Osten in Verbindung mit einer dauerhaften Unpassierbarkeit der StraĂe von Hormus bezogen». Die Lieferketten funktionierten, mit Rohöl unter anderem aus Kasachstan und Norwegen. «Wir sehen keine physischen EngpĂ€sse in Deutschland.»Â
Situation «deutlich angespannt»Â
Die aktuelle Situation sei mit der Krisenlage 2022 nicht zu vergleichen, heiĂt es aus dem Ministerium. «Damals hat Russland quasi ĂŒber Nacht die Versorgung eingestellt, Deutschland war zu einem groĂen Teil abhĂ€ngig von russischem Gas. Das hatte auch Auswirkungen auf die gesamte Energieversorgung.»Â
Auch der Mineralölverband en2x betont: «Aktuell drohen keine LieferengpĂ€sse bei Benzin, Diesel oder Heizöl. Aber die Versorgungslage weltweit und damit auch in Deutschland ist aufgrund des Nahostkonflikts bereits deutlich angespannt.» Reiche warne «zu Recht vor weiteren möglichen Auswirkungen des Konflikts».Â
Preise seit Kriegsbeginn stark gestiegenÂ
Seit Beginn des Iran-Krieges hat sich Diesel in Deutschland um mehr als 50 Cent pro Liter verteuert, Superbenzin um rund 30 Cent. Der Dieselpreis lag zuletzt nur noch knapp unter seinem Allzeithoch aus dem MĂ€rz 2022, kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges. Zuletzt hatte sich allerdings eine leichte Entspannung bei den Spritpreisen abgezeichnet.
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