Deutschland, International

Trotz Iran-Krieg: Deutsche Exporte steigen im MĂ€rz

08.05.2026 - 08:28:19 | dpa.de

Noch legen die deutschen Ausfuhren zu, doch der Iran-Krieg könnte auch hier deutliche Bremsspuren hinterlassen. Und mit den USA ist es ohnehin schwierig derzeit.

Die deutschen Exporteure stehen auf den WeltmÀrkten unter Druck. (Archivbild) - Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Die deutschen Exporteure stehen auf den WeltmÀrkten unter Druck. (Archivbild) - Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Lichtblick fĂŒr deutsche Exportunternehmen: Die Ausfuhren «Made in Germany» sind im MĂ€rz trotz des Iran-Kriegs im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen. Auch der Vergleich zum MĂ€rz 2025 fiel mit einem Zuwachs um 1,9 Prozent positiv aus, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Werte sind bereinigt um Kalender- und Saisoneffekte. Die Importe legten seit Februar um 5,1 Prozent und in der Jahresfrist um 7,2 Prozent zu. 

Den Exporten im Wert von 135,8 Milliarden Euro standen Importe im Wert von 121,5 Milliarden Euro gegenĂŒber. Daraus ergibt sich fĂŒr den MĂ€rz ein AußenhandelsĂŒberschuss 14,3 Milliarden Euro nach 19,6 Milliarden Euro im Februar. 

USA stark rĂŒcklĂ€ufig

Wichtigster Auslandsmarkt blieben die USA. Exporte im Wert von 11,2 Milliarden Euro bedeuteten einen RĂŒckgang um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. GegenĂŒber MĂ€rz 2025 fehlten sogar 21,4 Prozent. Auch die China-Exporte gingen um 1,8 Prozent zurĂŒck. Die deutschen Exporteure fanden ihre Kunden eher innerhalb der EU (+3,4 Prozent seit Februar) und in Großbritannien (+3,2 Prozent).

Zuletzt hatte der Iran-Krieg fĂŒr Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft gesorgt und die Hoffnungen auf einen spĂŒrbaren Aufschwung zunichtegemacht. Die gestiegenen Ölpreise wegen der KĂ€mpfe im Nahen Osten verteuern den Transport von Waren - das trifft die Exportnation Deutschland besonders. 

Prognosen gekappt 

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose fĂŒr dieses Jahr auf 0,5 Prozentpunkte halbiert. Mit den jĂŒngsten Zolldrohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump wĂ€chst zudem die Gefahr, dass der im Sommer 2025 zunĂ€chst beigelegte Handelskonflikt zwischen der EU und den USA wieder aufflammt.

Noch im Februar waren die deutschen Exporte nach einem schwachen Jahresbeginn deutlich gestiegen. 2025 hatten die Exporteure dank eines starken Dezembers erstmals seit zwei Jahren wieder zugelegt - trotz des Zollstreits mit Trump. FĂŒr 2026 rechnet die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) wegen des Iran-Kriegs nur noch mit einer Stagnation der deutschen Exporte statt einem Plus von 1,0 Prozent, wie zuvor erwartet.

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