Kim, Putin

Kim und Putin bei MilitÀrparade in Peking

28.08.2025 - 06:40:15

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wird nach chinesischen Angaben fĂŒr eine seiner seltenen Auslandsreisen zur MilitĂ€rparade nach Peking kommen.

China und Nordkorea seien befreundete Nachbarn und Peking heiße GeneralsekretĂ€r Kim herzlich willkommen, sagte der Vize-Außenminister Hong Lei.

Die beiden LÀnder hÀtten gemeinsam im Zweiten Weltkrieg gekÀmpft, betonte Hong. China sei bereit, die Zusammenarbeit mit Nordkorea zu stÀrken und Frieden in der Region voranzutreiben.

Kim verlÀsst Nordkorea fast nie

Auslandsreisen des nordkoreanischen Machthabers sind höchst selten. In den vergangenen sechs Jahren hat Kim Jong Un nur einmal die Landesgrenzen Nordkoreas verlassen, und zwar im September 2023 fĂŒr ein Gipfeltreffen mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin. Das Treffen fand im Weltraumbahnhof Wostotschny in der östlichen Amur-Region statt, etwa 100 Kilometer von der Grenze zu China entfernt. Seinen letzten China-Besuch hielt Kim im Januar 2019 ab: Damals traf er Xi Jinping zu GesprĂ€chen in der Pekinger Großen Halle des Volkes.

Neben Kim wird auch Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin an der MilitĂ€rparade zum 80. Jahrestag des Sieges ĂŒber Japan im Zweiten Weltkrieg in Peking teilnehmen. Insgesamt erwartet Peking Staats- und Regierungschefs aus 26 LĂ€ndern. Aus Europa sollen nach chinesischen Angaben unter anderem Serbiens PrĂ€sident Aleksandar Vucic und der slowakische MinisterprĂ€sident Robert Fico anreisen.

China sieht in Parade Friedensappell

Groß angelegte MilitĂ€rparaden in China sind selten. Die letzte fand 2019 anlĂ€sslich des 70. Jahrestages der GrĂŒndung der Volksrepublik statt. Die Veranstaltung, bei der Staats- und Parteichef Xi Jinping eine Rede halten und die Volksbefreiungsarmee neue Waffensysteme zeigen will, wird auch als militĂ€rische Machtdemonstration in der Region gesehen, wo China im SĂŒdchinesischen Meer oder in der Taiwanstraße immer aggressiver auftritt.

China selbst will die Parade und seine wachsende militĂ€rische Macht als einen Beitrag zum Frieden verstanden sehen. Laut Hong diene die Parade, um Chinas "unerschĂŒtterliche Entschlossenheit zu demonstrieren, den Weg der friedlichen Entwicklung weiterzugehen" und Chinas SouverĂ€nitĂ€t und territoriale IntegritĂ€t zu schĂŒtzen.

@ dpa.de