NRW-Kohleausstieg: Reiche hält an 2030 fest – Gaskraftwerke als Bedingung
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 04:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat bekräftigt, dass das Ziel eines Kohleausstiegs in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2030 unverändert bestehen bleibt. Die Ministerin unterstrich die Notwendigkeit, an diesem Zeitplan festzuhalten, knüpfte die Umsetzung jedoch an klare Bedingungen für die Stabilität des Energiesystems.
Versorgungssicherheit durch Gaskraftwerke als Grundvoraussetzung
Die Ministerin erklärte, dass die Versorgungssicherheit die zentrale Voraussetzung für den Ausstieg im Jahr 2030 sei. Um diese zu gewährleisten, müssten neue flexible Gaskraftwerke errichtet werden. Diese Anlagen sollen nach den Plänen des Ministeriums vor allem an früheren Kohlestandorten entstehen, um die dort vorhandene Netzinfrastruktur effizient weiterzunutzen und den Strukturwandel in den betroffenen Regionen zu flankieren.
Damit der NRW-Kohleausstieg fristgerecht erfolgen kann, ist ein zügiger Ausbau der Kapazitäten erforderlich. Den Angaben zufolge sei der Ausstieg bis 2030 dann möglich, wenn die entsprechenden Ersatzkraftwerke spätestens in den Jahren 2030 oder 2031 am Netz sind.
Hohe Beteiligung an laufenden Ausschreibungen
Hinsichtlich der Realisierbarkeit dieser Projekte zeigte sich die Wirtschaftsministerin optimistisch. Laut Reiche verzeichnen die laufenden Ausschreibungen ein hohes Interesse seitens der Investoren.
Die Ministerin hält am Kohleausstieg in Nordrhein-Westfalen bis 2030 fest — knüpft ihn aber an die Versorgungssicherheit durch neue flexible Gaskraftwerke, vor allem an früheren Kohlestandorten. Für Stadtwerke und Investoren entscheidet sich damit, wie belastbar der Fahrplan ist. Der kostenlose Leitfaden ordnet die laufenden Ausschreibungen, die StromVKG-Compliance und die Szenarien für 2030 ein. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern
Aktuell lägen Gebote für mehr Gigawatt an Leistung vor, als ursprünglich ausgeschrieben worden seien. Diese Überzeichnung der Ausschreibungen deutet auf eine grundsätzliche Bereitschaft der Energiewirtschaft hin, in neue Kraftwerkskapazitäten zu investieren.
Evaluierung durch die Bundesregierung steht bevor
Trotz der positiven Signale aus der Wirtschaft bleibt das Vorgehen der Bundesregierung datengetrieben. Eine abschlieĂźende Evaluierung des Prozesses steht noch aus.
Die abschließende Evaluierung des Ausstiegspfads steht noch aus — die Bundesregierung wartet dafür die Ergebnisse der diesjährigen Ausschreibungen nach dem StromVKG ab. Wer jetzt Kapital bindet, plant ohne diese Grundlage. Die Szenario-Analyse zeigt, welche Annahmen zu Ersatzkraftwerken, Netzanschluss und Strukturwandel den Fahrplan tragen und wo die Unsicherheit bleibt. Szenario-Analyse jetzt kostenlos sichern
Die Bundesregierung wolle hierfür zunächst die Ergebnisse der diesjährigen Ausschreibungen nach dem Gesetz zur Verbesserung des Klimaschutzes bei der Stromerzeugung (StromVKG) abwarten. Diese Ergebnisse sollen als Grundlage dienen, um die weiteren Schritte zur Absicherung des Ausstiegsfahrplans rechtssicher zu bewerten.
