NRW-Minister, SĂ€uberung

NRW-Minister empfiehlt Linker 'politische SĂ€uberung'

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 15:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der nordrhein-westfĂ€lische Minister fĂŒr Europa- und Bundesangelegenheiten, Nathanael Liminski, hat der Linken in Berlin "politische SĂ€uberungen" in ihren eigenen Reihen empfohlen.

"Judenhasser und Clan-Freunde gehören nicht mit irgendwelchen Selbsthilfegruppen therapiert, sondern aus demokratischen Parteien ausgeschlossen", sagte der NRW-Staatskanzleichef beim Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Bonn. Wer das nicht schaffe, habe in einer Regierung nichts verloren, "sondern ist ein Fall fĂŒr den Verfassungsschutz".

Wenn die Linke sage, der Ausschluss extremistischer oder problematischer Mitglieder sei nicht leicht, dann entgegne er: "Wenn es doch eines gibt, was diese Partei Die Linke mit ihren UrsprĂŒngen im Stalinismus können mĂŒsste, dann wĂ€re das doch politische SĂ€uberung", so Liminski. "Aber die kriegen jetzt das nicht auf die Kette."

Liminski spielte auf die sogenannten SĂ€uberungen unter Sowjetdiktator Josef Stalin an, der seit Mitte der 1920er Jahre bis zu seinem Tod 1953 in Moskau an der Macht war. In die Zeit seiner Herrschaft fielen mehrere Wellen der blutigen Repression. Die grĂ¶ĂŸte lief von 1936 bis 1938 und wurde als Großer Terror oder verharmlosend auch als Stalinsche SĂ€uberungen bezeichnet.

"Moralisch erhabene Spinner"

NRW-Staatskanzleichef Liminski sprach der Linken in Berlin GlaubwĂŒrdigkeit fĂŒr die Demokratie ab. "Moralisch erhabene Spinner machen sich zu den nĂŒtzlichen Idioten knallharter Extremisten, und das soll dann auch noch in Arbeitskreisen wegmoderiert werden."

Liminski gilt in NRW als einflussreicher Politstratege, der als Chef der Staatskanzlei eine SchlĂŒsselrolle fĂŒr MinisterprĂ€sident Hendrik WĂŒst (CDU) spielt.

Kanzler warnt vor Zusammenarbeit mit Linker

Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim JU-Deutschlandtag SPD und GrĂŒne in Berlin eindringlich vor einer Zusammenarbeit mit der Linken in der Hauptstadt gewarnt.

Vier Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus schlossen Linke, GrĂŒne und SPD ihre SondierungsgesprĂ€che am Samstag erfolgreich ab. Den Parteigremien werde nun die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vorgeschlagen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen aller drei beteiligten Parteien.

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