Deutschland darf Lkw-Ladepunkte mit 1,6 Milliarden fördern
17.12.2025 - 15:31:38Die EU-Kommission hat ein deutsches Förderprogramm in Höhe von bis zu 1,6 Milliarden Euro fĂŒr den Aufbau von Schnellladestationen fĂŒr Elektro-Lastwagen genehmigt. Das Geld soll den Aufbau einer flĂ€chendeckenden Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen ermöglichen.
Die MaĂnahme sieht vor, dass bis zu 1.410 Ladepunkte fĂŒr elektrische Nutzfahrzeuge an mehr als 120 unbewirtschafteten RastplĂ€tzen entlang deutscher Autobahnen installiert werden. Das Programm wird von der Autobahn GmbH des Bundes verwaltet. Nach Angaben der nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur gibt es derzeit in Deutschland rund 250 öffentliche Lkw-Ladepunkte.
Die Förderung erfolgt in Form von direkten ZuschĂŒssen und wiederkehrenden Zahlungen, die einen Teil der Bau- und Betriebskosten decken. Die Betreiber werden in einem Ausschreibungsverfahren ausgewĂ€hlt.
Kosten sollen an den Bund zurĂŒckgezahlt werden
Vorgesehen ist zudem eine LadeinfrastrukturgebĂŒhr, die im Preis fĂŒr die Nutzung enthalten sein und von den Betreibern an den Bund zurĂŒckgezahlt werden soll. Die Höhe wird weitgehend durch das Ausschreibungsverfahren bestimmt und alle zwei Jahre ĂŒberprĂŒft.Â
Bislang sind Elektro-Lkw in Deutschland kaum verbreitet. Im April 2025 waren den Angaben der EU-Kommission zufolge nur 0,37 Prozent der zugelassenen Schwerlastfahrzeuge elektrisch betrieben.Â
Als HĂŒterin eines fairen Wettbewerbs in der EU prĂŒft die EuropĂ€ische Kommission, ob staatliche Beihilfen verzerrend in den Markt eingreifen. Sie kam zu dem Schluss, dass das Vorhaben Deutschlands mit EU-Recht im Einklang ist.


