Erst 38,4 Millionen Euro Heizkostenhilfe ausgezahlt
15.07.2023 - 01:05:02Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Angaben der 16 BundeslÀnder berichtet, gingen bundesweit bislang 270.248 AntrÀge mit einem Volumen von 124,5 Millionen Euro ein. Ausgezahlt wurden davon 96.353 AntrÀge mit einem Volumen von 38,4 Millionen Euro.
Das sind nicht einmal zwei Prozent der vom Bund im Wirtschaftsstabilisierungsfonds bereitgestellten 1,8 Milliarden Euro. Seit zwei Monaten können alle Haushalte einen Antrag stellen, die Ăl, Pellets, FlĂŒssiggas, Holzbriketts, Holzhackschnitzel, Kohle oder Scheitholz verfeuern. Voraussetzung ist, dass sich der Rechnungsbetrag 2022 gegenĂŒber dem Vorjahr mindestens verdoppelte. In Deutschland gibt es rund fĂŒnf Millionen Ăl- und Pelletheizungen. Die Finanzbehörde Hamburg, die fĂŒr 13 BundeslĂ€nder die Heizkostenhilfe steuert, geht von einer aktuellen Ablehnungsquote von unter zehn Prozent aus. Es ergĂ€ben sich jedoch hĂ€ufig RĂŒckfragen, weitere Unterlagen mĂŒssten angefordert werden, sagte eine Sprecherin der "Welt am Sonntag". Das bayerische Sozialministerium verwies darauf, dass nicht jeder Antrag "voll positiv beschieden" werde. Einige könnten nur teilweise bewilligt, andere mĂŒssten ganz abgelehnt werden. Noch keinen Cent Heizkostenhilfe bekamen bislang Einwohner Berlins, obwohl die Hauptstadt bereits Ende Januar mit einem eigenen 75 Millionen Euro schweren Landesprogramm an den Start ging. "Wir hatten ursprĂŒnglich geplant, Ende MĂ€rz die ersten Auszahlungen vorzunehmen", teilte die zustĂ€ndige Investitionsbank Berlin mit. Der Zeitplan habe sich geĂ€ndert, als im Verlauf des MĂ€rz bis in den April hinein die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und LĂ€ndern Formen annahm. Erst seit Ende Juni können die Berliner wieder AntrĂ€ge auf Heizkostenhilfe stellen. "Wir werden erste Auszahlungen Ende Juli vornehmen können", teilte die Investitionsbank weiter mit.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


