Umsatz, SportgeschÀften

Umsatz von SportgeschĂ€ften ĂŒberdurchschnittlich stark gestiegen

12.06.2024 - 08:16:19

Ob Fußball, Laufen oder Radfahren: Das GeschĂ€ft mit Sport boomt - und das nicht erst kurz vor den Sporthighlights wie der Fußball-Europameisterschaft oder den Olympischen Spielen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, ist der Umsatz von Sport- und CampinggeschĂ€ften von 2013 bis 2023 real um 41,5 Prozent gestiegen und damit deutlich stĂ€rker als der Umsatz im stationĂ€ren Einzelhandel insgesamt. Dieser setzte im selben Zeitraum real 9,1 Prozent mehr um. Nach pandemiebedingten RĂŒckgĂ€ngen in den Jahren 2020 und 2021 (-4,5 Prozent beziehungsweise -0,3 Prozent) fĂŒhrte der Facheinzelhandel mit Sport- und Campingartikeln seine positive Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre fort.

Im Jahr 2022 stieg der reale Umsatz um 13,3 Prozent, gefolgt von +2,5 Prozent im Jahr 2023. Auch die Produktion von SportgerĂ€ten nimmt zu. Im Jahr 2023 wurden hierzulande SportgerĂ€te wie LaufbĂ€nder, Skier oder TennisschlĂ€ger im Wert von nominal 780,3 Millionen Euro produziert. Das entspricht einer wertmĂ€ĂŸigen Steigerung von mehr als einem Drittel (35,3 Prozent) innerhalb von zehn Jahren. Im Jahr 2013 hatte der Wert der produzierten SportgerĂ€te noch bei gut 576,7 Millionen Euro gelegen. Zum Vergleich: Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion fĂŒr das Verarbeitende Gewerbe insgesamt nahm im selben Zeitraum um 21,5 Prozent zu. Insgesamt 71 Betriebe mit 20 und mehr BeschĂ€ftigten stellten im vergangenen Jahr in Deutschland schwerpunktmĂ€ĂŸig SportgerĂ€te her. Diese erwirtschafteten einen Umsatz von gut 845,6 Millionen Euro, mehr als zwei Drittel (69,0 Prozent) davon im Inland. Zehn Jahre zuvor hatten 64 Betriebe mit der Herstellung von SportgerĂ€ten knapp 726,2 Millionen Euro umgesetzt. Beim Außenhandel mit SportgerĂ€ten zeigen sich sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausfuhr Steigerungen. Im Jahr 2023 wurden SportgerĂ€te im Wert von nominal knapp 1,5 Milliarden Euro nach Deutschland eingefĂŒhrt (+47,4 Prozent gegenĂŒber 2013). Zehn Jahre zuvor hatte der Wert der importierten SportgerĂ€te noch bei rund 1,0 Milliarden Euro gelegen. Knapp die HĂ€lfte (45,1 Prozent) der im Jahr 2023 nach Deutschland eingefĂŒhrten SportgerĂ€te wurde aus China importiert. Danach folgten Tschechien (5,5 Prozent) und die USA (4,8 Prozent). Der Wert der exportierten SportgerĂ€te stieg von nominal gut 0,8 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf knapp 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2023 (+43,4 Prozent). Wichtigste Abnehmer von SportgerĂ€ten aus Deutschland waren im vergangenen Jahr Österreich (12,8 Prozent), Frankreich (11,1 Prozent) und die Schweiz (9,6 Prozent). Im Sportbereich werden viele Dienstleistungen erbracht - sei es bei der Arbeit als Trainerin oder Trainer oder beim Betrieb von Sportanlagen. Im Jahr 2023 arbeiteten rund 178.000 Menschen in Deutschland in diesem Dienstleistungsbereich. Die Zahl der ErwerbstĂ€tigen in der Sportdienstleistungsbranche hat damit in den vergangenen zehn Jahren um 19,3 Prozent zugenommen (2013: 149.000). Die Zahl der ErwerbstĂ€tigen insgesamt stieg im selben Zeitraum um 8,8 Prozent. Ähnlich wie bei den ErwerbstĂ€tigen insgesamt war der Großteil (89,7 Prozent) der ErwerbstĂ€tigen in der Sportdienstleistungsbranche 2023 als abhĂ€ngig BeschĂ€ftigte tĂ€tig, mehr als die HĂ€lfte (54,0 Prozent) davon in Teilzeit. Über alle Wirtschaftszweige hinweg lag die Teilzeitquote mit 30,9 Prozent deutlich niedriger. Besonders jĂŒngere Menschen arbeiten als Sportdienstleister: Die HĂ€lfte (50,5 Prozent) der ErwerbstĂ€tigen in diesem Bereich war unter 35 Jahre alt. Gut ein Viertel (27,2 Prozent) war im Alter von 35 bis 54 Jahren, weitere 22,3 Prozent waren 55 Jahre und Ă€lter. Bei den ErwerbstĂ€tigen insgesamt zeigt sich eine andere Altersstruktur: Nur 30,4 Prozent waren unter 35 Jahre alt (35 bis 54 Jahre: 43,2 Prozent, 55 Jahre und Ă€lter: 26,4 Prozent), so das Bundesamt.

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