Ondernemend in Leefstijl: 1,94 Millionen Euro für Gesundheit am Arbeitsplatz
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 11:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deAm 22. Oktober 2026 ist im niederländischen Assen das Projekt „Ondernemend in Leefstijl“ offiziell gestartet. Das Vorhaben wird mit einem Zuschuss in Höhe von 1.937.322 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRO) sowie durch eine nationale Kofinanzierung gefördert.
Als Projektträger zeichnet die Organisation TCNN verantwortlich. Die Auftaktveranstaltung fand im Provinzhaus Drenthe in Assen statt. Neben Drenthe sind auch die Provinzen Groningen und Fryslân an der gemeinsamen Initiative beteiligt.
Pilotprojekte in drei wirtschaftlichen Schwerpunktsektoren
Das Programm zielt darauf ab, Initiativen rund um die betriebliche Lebensstilförderung in der Praxis zu testen und auszubauen. Nach den Vorgaben des Projekts werden mindestens zwölf sogenannte Lifestyle-Unternehmen unterstützt. Gleichzeitig sollen mindestens neun Arbeitgeber betriebliche Pilotprojekte durchführen. Über diese verschiedenen Maßnahmen hinweg ist vorgesehen, mindestens 2.050 Beschäftigte zu erreichen.
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Die Durchführung der Pilotmaßnahmen konzentriert sich auf drei ausgewählte Branchen. Dazu gehören das Gesundheitswesen und der Wohlfahrtssektor, das Transport- und Logistikgewerbe sowie die Metall- und Elektroindustrie. In diesen Arbeitsfeldern sollen praxistaugliche Methoden etabliert werden, um die Gesundheit der Mitarbeiter langfristig zu verbessern.
Messbare Zielvorgaben für Gesundheit und Wirtschaftlichkeit
Ein wesentliches Element der Initiative ist die systematische Überprüfung der Resultate. Analysiert werden die Auswirkungen der ergriffenen Maßnahmen auf die Arbeitsfähigkeit des Personals, die Entwicklung von Fehlzeiten sowie das Ausmaß der Arbeitszufriedenheit. Das Projektteam peilt in diesen Bereichen eine Verbesserung von mindestens 10 Prozent an.
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Neben den gesundheitlichen Kennzahlen wird zudem der finanzielle Nutzen betrieblicher Prävention betrachtet. Das Ziel der Verantwortlichen ist es, im Projektverlauf einen Ertrag von mindestens 2 Euro pro investiertem Euro nachzuweisen. Diese Zahl stellt eine formulierte Zielvorgabe dar, deren Erreichung erst Gegenstand der anstehenden Untersuchungen ist.
Forschungspartner und Ausrichtung der regionalen Förderlandschaft
Für die wissenschaftliche und fachliche Umsetzung arbeitet das TCNN mit einem Partnerkonsortium zusammen. Dazu zählen unter anderem das Universitätsklinikum Groningen (UMCG), die Reichsuniversität Groningen (RUG) sowie die Hochschule NHL Stenden.
Die Förderung dieses Programms verdeutlicht zugleich regionale Unterschiede in der niederländischen Förderpolitik. In den südlichen Provinzen Brabant, Limburg und Zeeland existiert keine vergleichbare Initiative. Das dortige regionale EFRO-Programm OPZuid, organisiert über Stimulus, verzeichnet im Jahr 2026 seine letzte Öffnungsrunde, die inhaltlich auf Verteidigungsprojekte sowie Güter mit doppeltem Verwendungszweck (Dual-Use) ausgerichtet ist.
