Homeoffice, Branchen

Homeoffice stagniert - Branchen bleiben gespalten / Versicherungen top, Gesundheitswesen flop: Jobware-Analyse zeigt deutliche Unterschiede und einen leicht rĂŒcklĂ€ufigen Gesamttrend

28.08.2025 - 09:00:06

Paderborn - Homeoffice ist lĂ€ngst kein Corona-PhĂ€nomen mehr - aber auch kein SelbstlĂ€ufer. Eine aktuelle Analyse des Stellenmarkts Jobware zeigt: WĂ€hrend Versicherungen (77,3 %), IT (71,0 %) und Medien (67,0 %) Homeoffice als festen Bestandteil von Jobangeboten etabliert haben, sind es im Gesundheitswesen (13,0 %), im Handwerk (13,8 %) oder in der Gastronomie (15,6 %) kaum relevante Anteile. Der Kontrast könnte grĂ¶ĂŸer kaum sein.

Gesamttrend: Homeoffice-Anteil geht zurĂŒck

Parallel dazu zeigt der Blick auf die Gesamtdaten aller bei Jobware geschalteten Stellenanzeigen: Seit MĂ€rz 2024 nimmt der Anteil ausgeschriebener Jobs mit Homeoffice-Option leicht ab - von rund 47 % auf zuletzt etwa 41 %. Das entspricht einem RĂŒckgang von sechs Prozentpunkten. Ein klares Signal: Arbeitgeber:innen justieren ihre Remote-Strategien und prĂŒfen, wie dauerhaft Homeoffice in den Unternehmensalltag integriert bleibt.

Branchen im Kontrast: Digital top, PrÀsenz flop

Die Diskrepanz zwischen Branchen verdeutlicht: Homeoffice ist dort Standard, wo Arbeit ĂŒberwiegend digital ablĂ€uft - Versicherungen, IT oder Medien. Wo Patientenkontakt, Maschinenarbeit oder Schichtbetrieb dominieren, bleiben die Möglichkeiten gering. Überraschend zurĂŒckhaltend zeigen sich allerdings Banken und Finanzdienstleister (48,3 %) sowie der Öffentliche Dienst (49,2 %) - beides Bereiche, die durchaus mehr Remote-Potenzial hĂ€tten.

Arbeitgebende unter Druck: klare Strategie gefordert

"Wir sehen zwei Entwicklungen gleichzeitig: Einerseits eine breite Erwartungshaltung bei Bewerbenden - Homeoffice ist lĂ€ngst ein Hygienefaktor. Andererseits fahren manche Arbeitgebende ihr Angebot leicht zurĂŒck", erklĂ€rt Dr. Wolfgang Achilles, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Jobbörse Jobware. "FĂŒr Unternehmen ist das oft ein Spagat: Zwischen betrieblichen Anforderungen wie PrĂ€senzmeetings oder Leistungsfragen und den WĂŒnschen der BeschĂ€ftigten nach mehr FlexibilitĂ€t. Jede Organisation muss diesen Balanceakt fĂŒr sich lösen - entscheidend ist, dass daraus eine klare Strategie entsteht."

Wissenschaft bestÀtigt Nachfrage nach Remote-Arbeit

Die Ergebnisse decken sich mit einer Untersuchung des Leibniz-Zentrums fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW Mannheim). Demnach plant fast jedes dritte Unternehmen, die Homeoffice-Möglichkeiten in den kommenden zwei Jahren auszuweiten, nur jedes zehnte will das Angebot reduzieren.

Homeoffice bleibt ein Wettbewerbsfaktor

Ob Expansion oder RĂŒckzug - Homeoffice bleibt ein strategisches Signal im Wettbewerb um Talente. Unternehmen, die es konsequent anbieten, profitieren von höherer Zufriedenheit, besserem Recruiting und stĂ€rkerer Bindung. Wo es nicht möglich ist, gewinnen alternative Modelle wie die Vier-Tage-Woche oder Jobrotation an Bedeutung.

Über die Analyse

Die Jobware-Auswertung basiert auf mehreren tausend Stellenanzeigen, die im zweiten Quartal 2025 geschaltet wurden. Grundlage ist die Option "Homeoffice", die ausschreibende Unternehmen bei der Schaltung setzen können. ZusÀtzlich wurden interne Daten zum Gesamttrend seit MÀrz 2024 ausgewertet.

Über Jobware

Jobware ist seit ĂŒber 25 Jahren eine der fĂŒhrenden Online-Jobbörsen in Deutschland und steht fĂŒr passgenaue Stellenanzeigen und hochwertige Bewerber:innenkontakte. Mit individuellen Lösungen fĂŒr Unternehmen jeder GrĂ¶ĂŸe sowie einem starken Partnernetzwerk bietet Jobware Recruiting-Erfolge mit QualitĂ€t. Zahlreiche Auszeichnungen bestĂ€tigen die Zufriedenheit von Kund:innen und Bewerbenden gleichermaßen. Weitere Informationen unter: www.jobware.de

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