Patt nach Wahl in Israel
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 06:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas teilte die Zentrale Wahlkommission Israels in der Nacht mit. Laut dem vorlĂ€ufigen amtlichen Endergebnis kommt die bisherige Koalition aus rechten, rechtsextremen und religiösen Parteien auf 53 Sitze im Parlament (2022: 64 Sitze). FĂŒr eine Mehrheit brĂ€uchte es 61 Mandate.
Die rechtskonservative Likud-Partei von MinisterprĂ€sident Netanjahu verliert demnach fĂŒnf Sitze, bleibt mit 27 Mandaten jedoch die stĂ€rkste Partei im Parlament (Knesset). Als zweitstĂ€rkste Kraft geht den Angaben zufolge die von Eisenkot neu gegrĂŒndete Mitte-Partei Jaschar mit 21 Sitzen aus der Wahl hervor. Das OppositionsbĂŒndnis vereint demnach insgesamt 48 Mandate auf sich.
Das Ergebnis fĂŒhrt zu einem Patt im Parlament - und zu einer schwierigen Regierungsbildung.
Opposition auf UnterstĂŒtzung arabischer Parteien angewiesen
Um eine Mehrheit von 61 Sitzen zu erreichen, wĂ€re Eisenkots Oppositionslager rechnerisch auf die UnterstĂŒtzung der vorwiegend arabischen Parteien angewiesen. Diese erzielten mit zusammen 19 Mandaten ein historisches gutes Ergebnis (2022: 10 Sitze).
Einer Zusammenarbeit mit arabischen Vertretern stehen jedoch Vorbehalte innerhalb der Opposition entgegen. Eisenkot knĂŒpft eine Regierungsbildung an strikte Bedingungen. Mögliche Partner mĂŒssen demnach ein Bekenntnis zum jĂŒdischen und demokratischen Charakter des Staates Israel unterzeichnen, eine allgemeine Dienstpflicht anerkennen sowie die islamistische Hamas als Terrororganisation einstufen.
