Pax-Silica-Initiative, Bündnis

Pax-Silica-Initiative: EU tritt Bündnis von 35 Nationen bei

27.06.2026 - 21:50:55 | boerse-global.de

Die EU schließt sich der Pax-Silica-Initiative an, um die Abhängigkeit von China bei Halbleitern zu verringern und die KI-Lieferkette zu sichern.

EU tritt Pax-Silica-Bündnis bei: Neue Ära für KI-Lieferketten
Pax-Silica-Initiative - Ein stilisiertes Netzwerk aus leuchtenden Mikrochips und Datenströmen, das globale KI-Lieferketten darstellt, mit einer Weltkarte im Hintergrund. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Bündnis will die Abhängigkeit von China bei Halbleitern und Rohstoffen reduzieren.

Strategischer Schulterschluss in Washington

Am 25. und 26. Juni trafen sich Vertreter aus 35 Nationen in Washington D.C. Sie unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung zur Absicherung globaler KI-Lieferketten.

Die Initiative, die Ende 2025 vom US-Außenministerium gestartet wurde, zielt auf die Sicherheit von Lieferketten für künstliche Intelligenz ab. Das umfasst Hardware-Produktion, kritische Mineralien und Energieinfrastruktur.

Dem Bündnis gehören Deutschland, die Niederlande, Japan, Indien und Südkorea an. Auch Australien, Griechenland und Singapur sind dabei. Argentinien, Chile und Kasachstan bereiten ihren Beitritt vor.

Europa ordnet sich neu ein

Der EU-Beitritt folgt auf den EU Chips Act 2.0 und ein Paket zur technologischen Souveränität. Branchenanalysten sehen darin eine strategische Neuausrichtung.

Europa setzte bisher stark auf digitale Souveränität. Jetzt ordnet es sich in ein von den USA geführtes „vertrauenswürdiges Ökosystem“ ein.

Jacob Helberg, US-Unterstaatssekretär für Wirtschaft und Architekt der Initiative, betonte: Der Fokus müsse auf Innovationschancen liegen – nicht auf reiner Defensivstrategie.

Konkrete Projekte vorgestellt

Die neue Plattform „Pax Pass“ soll den Versand KI-kritischer Güter durch den Panamakanal priorisieren. Das soll bürokratische Hürden abbauen.

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Zudem gründet das Bündnis eine „Foundry School“ mit der Stanford University. Sie soll den Fachkräftemangel in der Halbleiterindustrie bekämpfen.

Europa hinkt bei eigener Rechenkapazität hinterher. Aktuelle Schätzungen: Die Region verfügt über nur fünf Prozent der weltweiten KI-Rechenleistung. Bis Ende des Jahrzehnts sind 20 Prozent das Ziel.

Diplomatische Hürden mit Italien

Nicht alle Beitritte verliefen reibungslos. Italien verzögerte seinen offiziellen Beitritt.

Ursprünglich war die Unterzeichnung für den 22. Juni in Miami geplant. Nach Unstimmigkeiten zwischen der italienischen Ministerpräsidentin und der US-Führung wurde sie abgesagt.

Doch eine Einigung zeichnet sich ab: Der italienische Botschafter Varricchio nahm als Beobachter am Gipfel teil und unterzeichnete die Erklärung. Ein bilaterales Abkommen zwischen Außenminister Tajani und US-Amtskollegen Rubio wird erwartet.

Kritik an neuer Abhängigkeit

Die USA verschärfen parallel ihren Kurs gegenüber einzelnen Marktteilnehmern. Das Handelsministerium untersagte die föderale Nutzung von KI-Modellen des Anbieters Anthropic.

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Kritiker der Pax-Silica-Initiative warnen vor einer zunehmenden Abhängigkeit Europas von US-Technologie. Befürworter verweisen auf stabile Lieferketten und technologisches Know-how.

Die kommenden Monate werden zeigen: Vertieft die Initiative die Kluft zwischen KI-Nationen und dem Rest der Welt? Oder schafft sie eine resilientere globale Wirtschaft?

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