China, Abkommen

China warnt vor benachteiligendem Abkommen im US-Zollstreit

21.04.2025 - 11:26:33

Peking hat im Zollstreit mit den USA andere LĂ€nder vor einem fĂŒr China nachteiligen Abkommen mit Washington gewarnt.

Die Volksrepublik respektiere, dass alle Seiten ihre wirtschaftlichen und handelspolitischen Meinungsverschiedenheiten mit den USA durch Beratungen lösten, teilte das Handelsministerium in Peking mit. China sei jedoch strikt dagegen, wenn eine Partei eine Abmachung auf Kosten von Chinas Interessen erreiche. "China wird das unter keinen UmstĂ€nden akzeptieren und entschlossen in gleichem Maße Gegenmaßnahmen ergreifen", hieß es weiter.

Die Behörde Ă€ußerte sich der Mitteilung zufolge im Zusammenhang mit Medienberichten, wonach die US-Regierung unter PrĂ€sident Donald Trump andere LĂ€nder versuche, dazu zu bewegen, den Handel mit China im Austausch fĂŒr Ausnahmeregelungen von den US-Zöllen zu beschrĂ€nken. Peking verglich das Verhalten der USA nach einer chinesischen Redensart damit, einen Tiger um sein Fell zu bitten - also von jemandem eine Sache verlangen, die gegen dessen Interessen ist.

Berichte ĂŒber Isolierungsversuch

Das "Wall Street Journal" hatte etwa vergangene Woche berichtet, dass die US-Regierung plane, mehr als 70 Handelspartner zu ĂŒberreden, keine GĂŒter aus China mehr durch ihre LĂ€nder verschicken zu lassen. Unter Berufung auf mit den GesprĂ€chen vertraute Personen, will Washington dafĂŒr HandelsbeschrĂ€nkungen gegen die entsprechenden LĂ€nder lockern. Ziel sei es, China dadurch zu isolieren.

Trump hatte den Handelskonflikt Anfang des Monats durch die Erhebung von Zöllen gegen zahlreiche LÀnder eskalieren lassen. Zwischenzeitlich ordnete er eine 90-tÀgige Pause der AufschlÀge an. Lediglich gegen China gelten weiterhin Sonderzölle von bis zu 145 Prozent. Peking wehrte sich und erhob 125 Prozent Zölle auf Waren aus den USA.

Wie das chinesische Handelsministerium weiter mitteilte, sei Peking bereit, die Koordination mit allen LĂ€ndern zu stĂ€rken und sich gemeinsam gegen einseitige Schikanen zu widersetzen. Chinas PrĂ€sident Xi Jinping reiste zudem vergangene Woche nach Vietnam, Malaysia und Kambodscha, wo er fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit warb.

@ dpa.de