China, Konsens

China sieht Konsens nach ZollgesprÀchen mit USA erreicht

12.05.2025 - 02:00:37

Peking nannte die GesprĂ€che mit den USA in Genf konstruktiv. Doch die große Frage ist: Worauf haben sich die beiden Seiten geeinigt? Mit Spannung wird eine gemeinsame ErklĂ€rung erwartet.

Bei ihren ZollgesprĂ€chen haben China und die USA nach Angaben der chinesischen Delegation eine «Reihe wichtiger Übereinstimmungen» erreicht. Zudem hĂ€tten sich die beiden Seiten geeinigt, einen Mechanismus fĂŒr Beratungen zu Wirtschaft und Handel einzurichten, sagte Vize-MinisterprĂ€sident He Lifeng nach Angaben chinesischer Staatsmedien. Details wĂŒrden so bald wie möglich ausgearbeitet. 

FĂŒr diesen Montag kĂŒndigten China und die USA eine gemeinsame ErklĂ€rung an. He bezeichnete die GesprĂ€che am Wochenende in der Schweiz als «offen und konstruktiv». Das Treffen in Genf sei ein wichtiger Schritt gewesen, um die Meinungsverschiedenheiten durch Dialog zu lösen und habe die Grundlage zur Vertiefung der Zusammenarbeit gelegt. 

China sei bereit, «den Kuchen der Zusammenarbeit zu vergrĂ¶ĂŸern» und die Handelsbeziehungen mit den USA fĂŒr eine neue Entwicklung voranzutreiben, um der Weltwirtschaft mehr StabilitĂ€t zu bringen, sagte He. 

Auch USA sprechen von Einigung

Nach US-Angaben hatten sich die beiden Seiten im Zollstreit geeinigt - und damit einen möglichen Durchbruch im festgefahrenen Handelskonflikt erzielt. Auch aus Washington gab es zunÀchst keine Details. An den GesprÀchen nahmen unter anderem US-Finanzminister Scott Bessent und der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer teil. 

Das Weiße Haus veröffentlichte eine Mitteilung, die mit «USA kĂŒndigen China-Handelsabkommen in Genf an» ĂŒberschrieben war. Konkreter wurde die Mitteilung aber nicht. Greer sprach nach Abschluss der GesprĂ€che in Genf von einem «Deal», Bessent von «substanziellen Fortschritten». 

Der Handel zwischen den USA und China ist durch die hohen Zölle kaum noch rentabel und damit nahezu zum Erliegen gekommen. Die Beziehungen der beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Welt erreichten seit der Eskalation im Handelskonflikt im April einen weiteren Tiefpunkt. US-PrĂ€sident Donald Trump verhĂ€ngte 145 Prozent Zölle auf Waren aus China. Peking beschloss Gegenzölle in Höhe von 125 Prozent auf US-Waren.

@ dpa.de