Portugal, Ukraine

Auch Portugal sagt Ukraine bei Selenskyj-Besuch MilitÀrhilfe zu

28.05.2024 - 19:14:20

Portugal hat der Ukraine fĂŒr ihren Kampf gegen die russischen Angreifer fĂŒr dieses Jahr MilitĂ€rhilfe in Höhe von 126 Millionen Euro zugesichert.

Das sei Teil des bilateralen Kooperations- und Sicherheitsabkommens, das er am Dienstag in Lissabon mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj unterzeichnet habe, sagte der portugiesische MinisterprĂ€sident LuĂ­s Montenegro auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Das Abkommen habe eine zehnjĂ€hrige Laufzeit. Portugal werde die Ukraine "so lange wie nötig unterstĂŒtzen", sagte der MinisterprĂ€sident.

Ähnliche - allerdings deutlich höher dotierte - Abkommen hatte Selenskyj diese Woche schon am Montag mit Spanien und am Dienstag mit Belgien unterzeichnet. Die Vereinbarung von bilateralen Sicherheitsabkommen geht auf eine Initiative der G7-Gruppe westlicher WirtschaftsmĂ€chte zurĂŒck. Sie hatten am Rande des Nato-Gipfels im litauischen Vilnius im vorigen Jahr vereinbart, dass einzelne Staaten mit der Ukraine bilaterale Vereinbarungen abschließen sollten, um deren Sicherheit langfristig zu gewĂ€hrleisten. LĂ€nder wie Großbritannien, Deutschland und Frankreich machten im Januar und Februar den Anfang.

Selenskyj bezeichnete die Abkommen, die er diese Woche mit den drei EU-LĂ€ndern unterzeichnete, als "sehr wichtig". Es gehe aber "nicht nur um Geld", betonte er in Lissabon. "Diese Zehn-Jahres-Abkommen bedeuten nicht, dass der Krieg noch zehn Jahre lang weitergehen wird. Es sind strategische Abkommen, die die Modernisierung und den Wiederaufbau der Ukraine sowie humanitĂ€re Hilfe umfassen." Aktuell benötige sein Land aber vor allem Hilfe bei der Luftabwehr, also Raketen, Drohnen und Informationssysteme. Das alles benötige die Ukraine so "sehr wie Wasser in der WĂŒste", sagte er.

Seine Besuche in Spanien, Belgien und Portugal waren ursprĂŒnglich fĂŒr Mitte des Monats geplant gewesen. Selenskyj hatte aber vor zwei Wochen wegen einer neuen russischen Offensive im ostukrainischen Gebiet Charkiw alle Auslandsreisen kurzfristig abgesagt.

@ dpa.de