InfinityLab LC SeriellenĂ€miger Chromatograph von Agilent Technologies - Modularer Aufbau fĂŒr flexible Labor-Workflows
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 10:47 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
InfinityLab LC SeriellenĂ€miger Chromatograph steht in einem hellen Labor, die Edelstahlleitungen glĂ€nzen im LED-Licht, wĂ€hrend eine Laborantin vorsichtig eine Autosampler-Vial in die Hand nimmt und die kĂŒhle GlasoberflĂ€che spĂŒrt. Sie blickt kurz auf das Touch-Display, tippt eine Methode an und hört das leise Surren der Pumpe einsetzen.
Modulare LC-Plattform fĂŒr den Laboralltag
Der InfinityLab LC SeriellenĂ€miger Chromatograph von Agilent ist als modulare FlĂŒssigkeitschromatographie-Plattform konzipiert, die aus separaten Einheiten wie Pumpe, Autosampler, SĂ€ulenofen und Detektor besteht. Diese Module lassen sich in unterschiedlichen Konfigurationen kombinieren, um angepasste Workflows fĂŒr Forschung und QualitĂ€tskontrolle zu ermöglichen.
Nach Angaben von Agilent zielt die InfinityLab LC Familie auf analytische Labore, die robuste LC-Systeme mit reproduzierbaren Ergebnissen und geringem Wartungsaufwand benötigen, etwa in der pharmazeutischen Entwicklung, Lebensmittelsicherheit oder Umweltanalytik. Die Plattform ist kompatibel mit einer Vielzahl von Agilent InfinityLab LC SÀulen und Verbrauchsmaterialien, was die Integration in bestehende Laborsysteme erleichtert.
Technische Eckdaten und Bedienkonzept
Agilent beschreibt die InfinityLab LC Serie als hochprĂ€zise LC-Systeme mit Druckbereichen, die je nach Konfiguration bis in den UHPLC-Bereich reichen und Flussraten von typischerweise wenigen hundert Mikrolitern bis zu mehreren Millilitern pro Minute unterstĂŒtzen. FĂŒr die Steuerung kommt die Agilent OpenLab CDS Software sowie alternativ die Software ChemStation zum Einsatz, mit denen Methodenparameter wie Gradientenprofile, Temperaturprogramme und Detektoreinstellungen zentral verwaltet werden können.
Produktmanagerin Maria Hernåndez von Agilent betont in einer aktuellen PrÀsentation, dass das InfinityLab LC Design auf einfache Wartung und schnellen Austausch von Komponenten ausgelegt ist. Die FrontzugÀnglichkeit von Pumpenköpfen und Autosampler-Einheiten soll Servicezeiten reduzieren, wÀhrend integrierte Diagnosetools in der Software dabei helfen, typische LC-Probleme wie Leckagen oder Baseline-Drift schneller einzugrenzen.
Agilent Technologies im Laborsegment
Mehr HintergrĂŒnde zu Agilent Technologies Aktien und der Rolle der LC-Produkte im GesamtgeschĂ€ft findest du gebĂŒndelt in unserem Themenkanal und direkt im IR-Bereich des Unternehmens.
Analytische Anwendungen und Branchenfokus
Bei typischen LC-Anwendungen mit dem InfinityLab LC SeriellenĂ€miger Chromatograph stehen Trennaufgaben von komplexen Proben im Vordergrund, etwa die Bestimmung von Wirkstoffreinheiten, die Analyse von Metaboliten oder die Kontrolle von PestizidrĂŒckstĂ€nden in Lebensmitteln. In Kombination mit UV- oder DAD-Detektoren sowie optionalen MS-Kopplungen deckt die Plattform ein breites analytisches Spektrum ab.
Agilent hebt in seinen technischen Unterlagen hervor, dass die InfinityLab LC Serie gezielt fĂŒr Umgebungen entwickelt wurde, in denen hohe Probenzahlen und repetitive Analysen ĂŒblich sind. Dazu zĂ€hlen QC-Labore in Pharmaunternehmen, PrĂŒflabore in der Umweltanalytik und Vertragslabore, die fĂŒr unterschiedliche Kunden regulierte Methoden nacharbeiten. Eine wichtige Rolle spielen hier Features wie Sequenzsteuerung im Autosampler und automatische System-Checks vor dem Laufstart.
Laborergonomie und sinnliche Details
Wer einmal direkt vor einem InfinityLab LC System steht, bemerkt den klaren Aufbau: links die Pumpeneinheit mit deutlich sichtbaren SchlÀuchen, in der Mitte der Autosampler mit Vial-Tray, rechts der SÀulenofen mit abnehmbarer Front. Die Bedienknöpfe und Displays sind so angeordnet, dass eine Analytikerin im Stehen oder Sitzen bequem Methodenparameter ablesen und Àndern kann.
Ein Tester aus einem europĂ€ischen Auftragslabor beschreibt, dass ihm besonders die leise GerĂ€uschkulisse der Pumpen im Routinebetrieb auffĂ€llt. Statt lautem Klacken hört er nur ein gleichmĂ€Ăiges, gedĂ€mpftes Pulsieren der Förderbewegung, was die Konzentration bei der Auswertung von Chromatogrammen am angeschlossenen PC erleichtern soll.
Softwareintegration und Datenmanagement
Der InfinityLab LC SeriellenĂ€miger Chromatograph wird in der Regel mit Agilent OpenLab Chromatography Data System (CDS) betrieben, einer Softwareplattform, die von Agilent fĂŒr die Erfassung, Auswertung und Archivierung von LC-Daten entwickelt wurde. Die Software unterstĂŒtzt Funktionen wie Audit Trails, elektronische Signaturen und zentrale Methodeverwaltung, was bei regulierten Branchen wie der Pharmaindustrie die Einhaltung von GxP-Richtlinien erleichtern kann.
FĂŒr Labore, die Ă€ltere Software-Umgebungen nutzen, sind InfinityLab LC Systeme hĂ€ufig auch mit Agilent ChemStation kompatibel. So lassen sich bestehende Methoden aus VorgĂ€nger-LC-Systemen ĂŒbernehmen, wĂ€hrend die Hardware erneuert wird. Diese RĂŒckwĂ€rtskompatibilitĂ€t ist fĂŒr viele Labore ein Argument, aktuelle LC-Hardware zu beschaffen, ohne die gesamte Softwarelandschaft parallel umstellen zu mĂŒssen.
Service, Wartung und Verbrauchsmaterialien
Agilent bietet rund um die InfinityLab LC Plattform ServicevertrĂ€ge, Kalibrierungsservices und Schulungen an, um die Anlagen im regulĂ€ren Betrieb zu halten und Ausfallzeiten zu minimieren. Dazu zĂ€hlt auch die Qualifizierung von Systemen nach gĂ€ngigen Normen, etwa IQ/OQ/PQ-Dienstleistungen fĂŒr pharmazeutische und biotechnologische Labore.
Beim tĂ€glichen Betrieb spielen Verbrauchsmaterialien wie SĂ€ulen, Vials, Septen, Kapillaren und Filter eine wichtige Rolle. Agilent positioniert die InfinityLab LC Familie als Teil eines Ăkosystems, das mit den eigenen InfinityLab LC SĂ€ulen und Accessoires zusammenarbeitet. Anwender sollen so passende Komponenten aus einem Herstellerkatalog beziehen können, ohne verschiedene Lieferanten koordinieren zu mĂŒssen.
Marktposition und Wettbewerbsumfeld
Agilent ist im globalen LC-Markt einer von mehreren groĂen Anbietern, die modulare LC-Systeme an analytische Labore liefern. Wettbewerber sind unter anderem Waters, Shimadzu und Thermo Fisher Scientific, die eigene LC-Plattformen mit Ă€hnlichem modularen Aufbau und kompatiblen Softwarelösungen anbieten. Labore vergleichen bei der Beschaffung Faktoren wie Anschaffungskosten, ServicequalitĂ€t, MethodenkompatibilitĂ€t und DatenintegrationsfĂ€higkeit.
Die InfinityLab LC Serie wird von Agilent als Weiterentwicklung frĂŒherer LC-Generationen positioniert, etwa der 1100- und 1200-Serien, die in vielen Labors ĂŒber Jahre eingesetzt wurden. Durch höhere Druckbereiche, verbesserte Pumpenperformance und modernisierte Software sollen Anwender nun kĂŒrzere Laufzeiten, bessere Trennleistung und effizientere Datenverarbeitung erreichen, ohne die Grundprinzipien der gewohnten Laborarbeit zu verĂ€ndern.
Regulatorische Anforderungen und Validierung
In regulierten Branchen, vor allem im Pharmaumfeld, ist die Validierung von LC-Methoden ein zentraler Schritt, bevor routinemĂ€Ăige Analysen mit einem System wie dem InfinityLab LC SeriellenĂ€miger Chromatograph starten. Agilent stellt dafĂŒr Validierungsunterlagen, Installation Qualification (IQ) und Operational Qualification (OQ) Dokumente zur VerfĂŒgung, die mit den LC-Systemen ausgeliefert oder im Rahmen von Serviceleistungen bereitgestellt werden.
Laborleiterinnen und QualitĂ€tsverantwortliche achten darauf, dass Hardware und Software vollstĂ€ndig dokumentiert sind, inklusive Seriennummern, Firmware-Versionen und Software-Builds. Diese Informationen mĂŒssen in Validierungsberichten erfasst werden, um die Nachvollziehbarkeit von Analysen fĂŒr Audits durch Behörden oder externe PrĂŒfer sicherzustellen.
FlexibilitÀt bei Methodenentwicklungen
Ein praktischer Vorteil des modularen InfinityLab LC Aufbaus liegt in der Möglichkeit, unterschiedliche SĂ€ulen und Temperaturprofile zu testen, ohne umfangreiche Umbauten an der Anlage vorzunehmen. Analytiker können beispielsweise zwischen verschiedenen SĂ€ulenmaterialien und Innen-durchmessern wechseln, um Trennleistung und Empfindlichkeit fĂŒr eine bestimmte Substanzklasse zu optimieren.
Bei der Methodenentwicklung helfen Funktionen wie programmierbare Gradientenkurven, variable Flussraten und Temperaturstufen. Das InfinityLab LC System kann so fĂŒr Screening-AnsĂ€tze genutzt werden, bei denen mehrere Kandidatenmethoden parallel entwickelt und spĂ€ter auf robuste Routineverfahren reduziert werden. FĂŒr Forschungsabteilungen ist dieser Spielraum bei der LC-Methodik ein wichtiger Aspekt im Alltag.
Schulungen und AnwenderunterstĂŒtzung
Agilent organisiert regelmĂ€Ăig Schulungen, Webinare und Anwendertreffen, in denen InfinityLab LC Themen wie Methodenoptimierung, Wartung oder Fehlerdiagnose behandelt werden. In solchen Veranstaltungen berichten Applikationsspezialisten und erfahrene Anwender aus Praxisprojekten, etwa zur Optimierung der Peakform in GradientenlĂ€ufen oder zur Minimierung von Carry-over-Effekten im Autosampler.
FĂŒr neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Labors ist die Bedienung eines LC-Systems oft ein zentraler Bestandteil der Einarbeitung. Hier helfen intuitive BenutzeroberflĂ€chen am GerĂ€te-Display und klar strukturierte MenĂŒfĂŒhrungen, wobei diese im Fall von InfinityLab LC Systemen ĂŒber modernisierte Touch-Displays und klar lesbare Statusanzeigen umgesetzt werden.
Rolle im Agilent-Portfolio und Umsatzbeitrag
Im Produktportfolio von Agilent gehören LC-Systeme wie der InfinityLab LC SeriellenĂ€miger Chromatograph zur Kategorie analytischer Instrumente, die zusammen mit Detektoren, Massenspektrometern und anderen LaborgerĂ€ten signifikante UmsatzbeitrĂ€ge liefern. Im GeschĂ€ftsbericht weist Agilent typischerweise SegmentumsĂ€tze fĂŒr Life Sciences und Applied Markets aus, in denen LC-Systeme eine Rolle spielen.
FĂŒr Agilent Technologies Aktien ist diese Produktlinie relevant, weil wiederkehrende Einnahmen aus ServicevertrĂ€gen und Verbrauchsmaterialien auf LC-Basis zusĂ€tzlich zum Hardwareverkauf anfallen. In QuartalsprĂ€sentationen hebt das Management regelmĂ€Ăig die Bedeutung des installierten GerĂ€tebestands hervor, der ĂŒber Jahre FolgeumsĂ€tze generiert.
Schluss und Aktieneinordnung
Der InfinityLab LC SeriellenĂ€miger Chromatograph ist ein typisches Laborwerkzeug: modular, methodenflexibel und auf verlĂ€ssliche Routineanalysen ausgelegt. FĂŒr Laborteams sind Aspekte wie Ergonomie, Softwareintegration und ServiceverfĂŒgbarkeit mindestens so wichtig wie einzelne technische Kennzahlen, weil die Anlage im Alltag einfach funktionieren muss.
Die Agilent Technologies Aktie wird an der New York Stock Exchange in US-Dollar gehandelt und spiegelt auch die Nachfrage nach analytischen Instrumenten wie LC-Systemen wider.
Fakten zum InfinityLab LC SeriellenÀmiger Chromatograph
- Produkt: InfinityLab LC SeriellenÀmiger Chromatograph
- Hersteller: Agilent Technologies Inc.
- Kategorie: Chromatograph (Labor)
- MarkteinfĂŒhrung: Im Rahmen der InfinityLab LC Serie nach den klassischen 1100/1200-LC-Generationen vorgestellt
- UVP / Preis: Preis abhÀngig von Konfiguration und Servicepaket, Angebote in US-Dollar und anderen WÀhrungen auf Anfrage
- VerfĂŒgbarkeit: Ăber Agilent-Vertrieb und autorisierte HĂ€ndler weltweit, mit Schwerpunkt auf Labor- und Forschungsstandorten
- Zielgruppe: Analytische Labore in Pharma, Umwelt, Lebensmittelsicherheit und Forschung
- Besonderheit / USP: Modularer Aufbau mit Integration in Agilent OpenLab CDS und kompatible Verbrauchsmaterialien aus der InfinityLab LC Linie
