Mares Quad Air Tauchcomputer mit Luftintegration - großer Bildschirm und bis zu 150 m Einsatztiefe
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 20:00 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Mares Quad Air Tauchcomputer richtet sich an Sporttaucher, die ihren Luftvorrat und die wichtigsten Tauchdaten gut sichtbar direkt am Handgelenk kontrollieren wollen. Mit einem großformatigen, übersichtlich strukturierten Segment-Display, optionaler Luftintegration über einen Sender und Mehrgas-Funktion bietet das Gerät eine Kombination aus klassischer Bedienung und moderner Funktechnik.
Großes Display und Grundfunktionen unter Wasser
Der Quad Air setzt auf ein in drei Segmente gegliedertes, großformatiges Display, das Tiefenangaben, Zeit und weitere Kenndaten gleichzeitig zeigt. Die Darstellung erfolgt auf einem mineralglasgeschützten Segment-Bildschirm, dessen sichtbare Fläche in Tests etwa 1,5 x 2,25 Zoll misst und damit deutlich größer ist als bei vielen kompakten Tauchcomputern. Gesteuert wird der Computer über vier Tasten, die den Zugriff auf Tauchmodus, Planung, Einstellungen und Logbuch erlauben.
Im Einsatz überwacht der Quad Air im Tauchmodus unter anderem Tiefenverlauf, Tauchzeit, Temperatur sowie – bei gekoppeltem Sender – den Flaschendruck und berechnet auf Basis des hinterlegten Dekompressionsmodells die nötigen Stopps. Die maximale Einsatztiefe ist laut technischen Daten auf 150 m angegeben, womit das Gerät für typische Sporttauchgänge deutlich mehr Reserven bietet, als praktisch ausgeschöpft werden.
Luftintegration über LED Tank Module und Mehrgasfähigkeit
Die Luftintegration des Quad Air erfolgt über ein separat erhältliches LED Tank Module, das in den Hochdruckport der ersten Stufe des Atemreglers eingeschraubt wird und unter Betriebsdruck von mindestens 15 bar arbeitet. Das Modul misst den Flaschendruck und überträgt die Daten per funkbasierter, schlauchloser Verbindung an den Computer, der daraus unter anderem Luftverbrauch und verbleibende Luftzeit berechnet. Das LED-Modul selbst besitzt eine farbige Anzeige am Kopf, die auf einen Blick Rückschluss auf den Luftstatus zulässt und auch dem Tauchpartner optische Hinweise geben kann.
Der Quad Air ist für die Nutzung mit bis zu drei Atemgasen ausgelegt und kann neben normaler Luft auch verschiedene Nitrox-Mischungen verwalten. Der einstellbare Sauerstoffanteil reicht dabei laut Spezifikation von 21 % bis 99 %, während der maximale Sauerstoffpartialdruck im Bereich von 1,2 bis 1,6 bar justierbar ist. Für Tauchgänge ohne Dekompressionsberechnung steht zudem ein reiner Bottom-Timer-Modus zur Verfügung, in dem nur Zeit, Tiefe und Temperatur aufgezeichnet werden.
Dekompressionsmodell, Speicher und Stromversorgung
Als Berechnungsgrundlage nutzt der Quad Air das RGBM Mares-Wienke Dekompressionsmodell mit zehn Gewebekompartimenten, das Blasenbildung berücksichtigt und damit konservativere Aufstiegsprofile gegenüber reinen Gelöstgasmodellen erzeugt. Die Aufstiegsrate wird überwacht und bei Überschreitung mit akustischen oder optischen Hinweisen signalisiert, zusätzlich werden Sicherheits- und Dekompressionsstopps grafisch dargestellt.
Für die Aufzeichnung der Tauchgänge steht eine Logbuch-Funktion zur Verfügung, die bei einer Abtastrate von fünf Sekunden bis zu rund 35 Stunden Profilinformationen speichern kann. Die Daten lassen sich über eine optionale PC-Schnittstelle – etwa in Form des Mares Blue Link Interface – auf den Computer übertragen und dort mit entsprechender Software weiter analysieren. Die Stromversorgung übernehmen beim Computer eine Nutzer-wechselbare CR2450-Knopfzelle und beim Sender eine CR123-Batterie, wobei Herstellerangaben von etwa 100 bis 150 Tauchgängen mit einer Batterie im Computer genannt werden.
Bedienung, Paarung mit Sender und Praxisaspekte
Vor der ersten Nutzung mit Luftintegration müssen Computer und Tankmodul miteinander gekoppelt werden. Dazu wird das Sender-Modul in den Hochdruckport der ersten Stufe eingeschraubt, die Flasche geöffnet und der Transponder damit auf mindestens 15 bar Druck gebracht. Innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters wird im Einstellmenü des Quad Air die passende Gas-Integrationsfunktion gewählt und der Computer zur Paarung in unmittelbare Nähe von etwa 15 cm zum Tankmodul gebracht, bis die Verbindung bestätigt ist.
Im Alltag von Sporttauchern spielt die klare, großflächige Anzeige in Verbindung mit der drahtlosen Luftüberwachung eine zentrale Rolle. Die Kombination aus mehreren Datenzeilen, Flaschendruck und Rest-Luftzeit auf einem Blick reduziert dabei wiederholtes Ablesen analoger Manometer und hält auch bei eingeschränkter Sicht unter Wasser wichtige Informationen präsent. Ergänzt wird dies durch Funktionen wie einstellbare akustische und optische Warnungen, Süß-/Salzwasserumschaltung sowie variable Einheitenwahl zwischen metrischem und imperialem System.
Vergleich mit anderen luftintegrierten Tauchcomputern
Im Vergleich zu höher positionierten luftintegrierten Computersystemen mit Farbdisplay bleibt der Quad Air bewusst bei einem großen, aber einfachen Segment-Display und verzichtet etwa auf digitale Kompassfunktionen. Während manche aktuelle Modelle mit Mehrfarbgraphik, integrierter Kompassanzeige und komplexen Verbindungsmöglichkeiten zur Hersteller-App arbeiten, konzentriert sich der Quad Air auf robuste Grundfunktionen, Mehrgasfähigkeit und Luftintegration bis zu drei Sendern.
Beim Dekompressionsmodell verwendet der Quad Air das ältere RGBM Mares-Wienke-Modell anstelle eines Bühlmann-ZH-L16C-Modells mit individuell anpassbaren Gradientenfaktoren, wie sie bei einigen neueren Rechnern zu finden sind. Für viele Sporttauchgänge bleibt der Funktionsumfang dennoch ausreichend, da die Kombination aus großzügigem Display, Luftintegration und konservativer Berechnung einen klaren Fokus auf Sicherheit und Lesbarkeit legt.
Einordnung für Sporttaucher und Fazit
Der Quad Air richtet sich vor allem an Sporttaucher, die einen luftintegrierten Computer mit großem Bildschirm und klarer Struktur suchen, ohne in sehr hochpreisige Segmente mit Farbdisplay und erweiterten Funktionen zu gehen. Mit einer maximalen Einsatztiefe von 150 m, Mehrgasfähigkeit mit bis zu drei Mischungen, RGBM-Dekompressionsmodell und optionaler Luftintegration über das LED Tank Module deckt das Gerät einen breiten Bereich typischer Freizeit- und Ausbildungstauchgänge ab.
In Kombination mit einem passenden Atemregler-Setup, das gemäß Bedienungsanleitung für Sporttauchen bis 50 m und Temperaturen über 4 °C vorgesehen ist, lässt sich der Quad Air als zentrales Anzeigeinstrument für Luftvorrat und Tauchprofil verwenden. Wer den Dekompressionsalgorithmus kennt und die konservativen Aufstiegsrichtlinien akzeptiert, erhält einen robust wirkenden Tauchcomputer mit klar lesbarer Anzeige, drahtloser Luftintegration und nutzerwechselbarer Batterie, der viele Jahre zuverlässig in der Ausrüstung verbleiben kann.
Mares Quad Air auf der Herstellerseite
Technische Details, Zubehörvarianten und aktuelle Informationen zum Quad Air Tauchcomputer finden sich gebündelt auf der offiziellen Mares-Produktseite.
Wichtige Produktdaten zum Mares Quad Air
- Produkt: Mares Quad Air Tauchcomputer mit optionaler Luftintegration
- Hersteller: Mares
- Kategorie: Tauchcomputer mit Luftintegration
- Maximale Einsatztiefe: 150 m laut technischen Daten
- Dekompressionsmodell: RGBM Mares-Wienke mit 10 Gewebekompartimenten
- Gasarten: Luft und Nitrox, verwaltbar bis zu 3 Mischungen
- Batterie Computer: Nutzer-wechselbare CR2450 mit etwa 100-150 Tauchgängen je Batterie
- Luftintegration: Schlauchlose Funkübertragung über LED Tank Module im Hochdruckport des Atemreglers
- Zielgruppe: Sporttaucher mit Bedarf an großem Display und Luftüberwachung am Handgelenk
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