Regional- und Kommunalwahlen in der Slowakei zu Ende
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 08:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBeobachter werten den Urnengang als wichtigen Stimmungstest vor der Parlamentswahl, die bis zum Herbst 2027 stattfinden muss. Im Vordergrund steht die Frage, wie stark das Lager der Regierungsparteien um den der Regierung des linkspopulistischen Ministerpräsidenten Robert Fico abschneidet - und auf welches Ergebnis die liberalen und die konservativ-populistischen Oppositionsparteien kommen.
Zwar gibt es keine offiziellen Hochrechnungen - die endgültigen Auszählungsergebnisse der Wahlbehörde werden am Sonntag veröffentlicht. Aber zumindest bei der Bürgermeisterwahl in der Hauptstadt Bratislava zeichnete sich nach einem inoffiziellen Exit-Poll im Auftrag der Tageszeitung "Dennik N" ein überlegener Sieg des liberalen Amtsinhabers Matus Vallo ab. Das im Vergleich zum Rest des Landes reiche Bratislava gilt seit jeher als Hochburg der liberalen Opposition. Auch in den meisten anderen größeren Städten ist die Opposition stark, während das linkspopulistische und rechtsnationale Regierungslager bei den ärmeren Bevölkerungsgruppen in den Kleinstädten dominiert.
Der offizielle Wahlschluss verzögerte sich zwar wegen verschiedener technischer Probleme in einzelnen Wahllokalen um fast eine Stunde. Dies sollte aber keine Auswirkungen auf die mit dem Wahlende begonnene Auszählung in den anderen Wahlbezirken haben.
Wahlberechtigt waren rund 4,4 Millionen slowakische Staatsbürger und EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in der Slowakei und einem Mindestalter von 18 Jahren. Sie sollten in einer Art "Superwahl" an einem einzigen Tag über die Regionspräsidenten und Regionalparlamente aller acht Regionen und zugleich auch die Bürgermeister und Gemeindevertretungen der fast 3.000 Gemeinden entscheiden. In den beiden Großstädten Bratislava und Kosice waren zusätzlich auch noch Stadtteilbürgermeister und Stadtteilvertretungen zu wählen.
