ROUNDUPZehnter, Rekord-Monat

MÀrz wÀrmer als jeder vorherige

09.04.2024 - 09:34:47

Rekorde in Serie: Zum zehnten Mal in Folge ist ein Monat im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten am wÀrmsten ausgefallen.

Auch der MĂ€rz war nach Daten des EU-Klimawandeldiensts Copernicus weltweit wĂ€rmer als jeder vorherige MĂ€rz seit Aufzeichnungsbeginn. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurĂŒck bis auf das Jahr 1950, teilweise sind auch frĂŒhere Daten verfĂŒgbar.

"Der MĂ€rz 2024 setzt die Reihe der Klimarekorde fort, die sowohl fĂŒr die Luft- als auch fĂŒr die MeeresoberflĂ€chentemperaturen gebrochen werden, mit dem zehnten Rekordmonat in Folge", erklĂ€rte Copernicus-Vizedirektorin Samantha Burgess.

Die Lufttemperatur an der ErdoberflÀche habe im MÀrz durchschnittlich 14,14 Grad betragen, teilte der Dienst am Dienstag mit. Das seien 0,73 Grad mehr als im Schnitt des Referenzzeitraums von 1991 bis 2020 und 0,10 Grad mehr als im bisher wÀrmsten gemessenen MÀrz im Jahr 2016.

Im Vergleich zum Zeitraum 1850 bis 1900, dem vorindustriellen Referenzzeitraum, war der Monat 1,68 Grad wĂ€rmer, wie es weiter hieß. Die globale Durchschnittstemperatur fĂŒr die vergangenen zwölf Monate (April 2023 bis MĂ€rz 2024) ist die höchste seit Beginn der Aufzeichnungen und liegt 1,58 Grad ĂŒber dem vorindustriellen Durchschnitt. Das heißt aber noch nicht, dass das Pariser 1,5-Grad-Ziel verfehlt ist, da dafĂŒr auf lĂ€ngerfristige Durchschnittswerte geschaut wird. Sollte sich der Temperaturtrend der vergangenen 30 Jahre fortsetzen, werde dies im Jahr 2033 geschehen, schreibt der Klimawandeldienst.

Das vergangene Jahr war nach Copernicus-Daten von Februar 1,48 Grad wÀrmer als im weltweiten vorindustriellen Mittel und das wÀrmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1850. "Es ist wahrscheinlich, dass die Temperaturen 2023 wÀrmer waren als in den vergangenen 100 000 Jahren", hatte Burgess Anfang Januar erklÀrt. Europa hatte das zweitwÀrmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt.

Der Klimawandeldienst Copernicus der EuropĂ€ischen Union veröffentlicht regelmĂ€ĂŸig Daten zur Temperatur an der ErdoberflĂ€che, zur Meereisdecke und zu NiederschlĂ€gen. Die Erkenntnisse beruhen auf computergenerierten Analysen, in die Milliarden von Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen auf der ganzen Welt einfließen.

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