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Partner warnten nicht vor russischem Angriff

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 14:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat nach russischen Raketenangriffen auf die Hauptstadt Kiew eine fehlende Vorwarnung durch die westlichen VerbĂŒndeten des Landes beklagt.

"Zu diesem Angriff gab es leider keine Vorwarnung von unseren Partnern", teilte Selenskyj bei Telegram mit. "AufklĂ€rungsdaten ĂŒber den Abschuss russischer ballistischer Raketen helfen dabei, Menschenleben zu retten, und das ist eine der kritischsten Fragen", sagte er.

"Aber direkte oder indirekte UnterstĂŒtzung Russlands, die Behinderung der Hilfe fĂŒr die Ukraine und die Erschwerung des Schutzes vor ballistischen Angriffen - all das trĂ€gt definitiv nicht zum Frieden bei", sagte Selenskyj weiter. Der PrĂ€sident nannte keinen Partner namentlich, betonte aber, das Land brauche ein starkes Amerika, ein starkes Europa und Partner, "die wirklich helfen". Er forderte wirksamen Druck auf Russland.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte, dass es weiterhin einen Austausch von Geheimdienstdaten mit den USA gebe. Der Luftalarm sei in der Nacht tatsĂ€chlich verspĂ€tet ausgelöst worden. "Dies hĂ€ngt jedoch mit einer speziellen Art von Waffen zusammen, die die russische Seite eingesetzt hat", erklĂ€rte er auf dem Warschauer Sicherheitsforum. Zur Art der Waffen machte er keine Angaben.

PrÀsident: HinterhÀltiger Angriff auf Kiew

Die Ukraine verlĂ€sst sich in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg traditionell vor allem auf AufklĂ€rungsdaten des US-MilitĂ€rs, aber auch auf die anderer Nato-Mitgliedsstaaten. Die ukrainischen LuftstreitkrĂ€fte hatten nach dem Angriff mitgeteilt, dass aufgeklĂ€rt werden mĂŒsse, warum es diesmal keine Warnung vor der russischen Attacke gegeben habe.

Auch in der Vergangenheit war die ukrainische Hauptstadt schon von den schnellen ballistischen Raketen ĂŒberrascht worden. BĂŒrger hatten beklagt, dass kein Luftalarm ausgelöst worden sei. Selenskyj sprach nun von einem "hinterhĂ€ltigen ballistischen Angriff auf Kiew - fĂŒnf Raketen, die zivile Infrastruktur trafen".

Selenskyj: Vier Tote und viele Verletzte in Charkiw

Selenskyj verurteilte auch den neuen russischen Angriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw, bei dem vier Menschen getötet worden seien. Dort sei ein gewöhnliches Wohnhaus zerstört worden; die Suche nach VerschĂŒtteten in den TrĂŒmmern dauere an, sagte er. "Insgesamt wurden an einem einzigen Abend allein in Charkiw 41 Menschen verletzt", teilte der PrĂ€sident weiter mit.

Selenskyj beklagte erneut, dass sich Russland nicht an die Aufforderung von US-PrĂ€sident Donald Trump zu einer Waffenruhe fĂŒr Angriffe auf Energieanlagen halte. Kiew habe seit der AnkĂŒndigung der Feuerpause keine russischen Ölraffinerien oder andere Ziele im russischen Energiesektor angegriffen. "In dieser Zeit haben die Russen sowohl unsere Energieanlagen als auch unsere kritische Infrastruktur angegriffen", sagte Selenskyj. 19 Regionen seien betroffen.

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