Elterngeld, Plus

Elterngeld Plus wird immer stÀrker in Anspruch genommen

27.03.2024 - 08:38:59

Rund 1,8 Millionen Frauen und MĂ€nner in Deutschland haben im Jahr 2023 Elterngeld erhalten.

Das waren 79.500 oder 4,3 Prozent weniger als im Jahr 2022, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Die Zahl der MĂ€nner mit Elterngeldbezug ging im Vorjahresvergleich um 20.000 oder 4,1 Prozent auf 462.000 zurĂŒck, wĂ€hrend die Zahl der leistungsbeziehenden Frauen sogar um 59.600 oder 4,4 Prozent auf 1,3 Millionen sank. 614.000 Bezieher von Elterngeld planten im Jahr 2023 die Inanspruchnahme von "Elterngeld Plus", und zwar 40,9 Prozent der berechtigten MĂŒtter und 17,7 Prozent der VĂ€ter.

Insgesamt betrug der Anteil der EmpfĂ€nger von Elterngeld, die bei ihrem Elterngeldbezug zumindest anteilig auch "Elterngeld Plus" einplanten, 34,8 Prozent (2022: 32,8 Prozent). Seit seiner EinfĂŒhrung wird das "Elterngeld Plus" somit immer stĂ€rker nachgefragt. Zum Vergleich: 2016, im ersten Jahr nach seiner EinfĂŒhrung, entschieden sich 20,1 Prozent der MĂŒtter und 8,2 Prozent der VĂ€ter fĂŒr das Instrument. Zwar fĂ€llt das "Elterngeld Plus" in der Regel monatlich niedriger aus als das sogenannte Basiselterngeld, wird dafĂŒr aber lĂ€nger gezahlt. Erstmals seit der EinfĂŒhrung der Statistik wurden Zahlen zu den alleinerziehenden Elterngeldbeziehern veröffentlicht: Demnach waren im Jahr 2023 unter den 1,8 Millionen MĂŒttern und VĂ€tern, die Elterngeld erhalten haben, rund 50.400 Personen alleinerziehend. 49.300 oder 97,8 Prozent davon waren Frauen. Der VĂ€teranteil beim Elterngeld blieb im Jahr 2023 nahezu unverĂ€ndert bei 26,2 Prozent (2022: 26,1 Prozent), so das Bundesamt weiter. Seit 2015 ist der VĂ€teranteil kontinuierlich angestiegen, damals hatte er noch bei 20,9 Prozent gelegen. Spitzenreiter im BundeslĂ€ndervergleich mit einem VĂ€teranteil von 30,1 Prozent im Jahr 2023 war - wie im Vorjahr - Sachsen, gefolgt von Baden-WĂŒrttemberg (28,4 Prozent), Bayern (28,2 Prozent) und ThĂŒringen (28,1 Prozent). Am niedrigsten lag der VĂ€teranteil 2023 - ebenfalls wie im Vorjahr - im Saarland (20,4 Prozent). Die durchschnittliche Dauer des geplanten Elterngeldbezugs lag bei den Frauen im Jahr 2023 bei 14,8 Monaten und stieg damit weiter an (2021 und 2022: 14,6 Monate, 2020: 14,5 Monate, 2019: 14,3 Monate). Die von MĂ€nnern angestrebte Bezugsdauer war mit durchschnittlich 3,7 Monaten dagegen deutlich kĂŒrzer. Die geplanten Bezugsdauern der VĂ€ter blieben in den vergangenen Jahren praktisch konstant (2022: 3,6 Monate; 2019 bis 2021: 3,7 Monate).

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