Moskau wirft Selenskyj absolute VerhandlungsunfÀhigkeit vor
24.04.2025 - 13:24:40 | dpa.de"Selenskyj hat jegliche ZugestĂ€ndnisse kategorisch abgelehnt und erklĂ€rt, dass er die Eingliederung der Krim in Russland rechtlich nicht anerkennt", sagte die Sprecherin des russischen AuĂenministeriums, Maria Sacharowa.
Zugleich lobte die russische FĂŒhrung US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr seine Belehrung Selenskyjs, dass die Ukraine die Schwarzmeerhalbinsel schon 2014 verloren habe. Das entspreche voll der Position Moskaus, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Trump hatte Selenskyj auch gewarnt, dass ihm der komplette Verlust der Ukraine drohe, wenn er keine Friedensvereinbarung eingehe.
Selenskyj hatte zuvor mehrfach abgelehnt, fĂŒr einen Frieden mit Russland in dem seit mehr als drei Jahren andauernden Krieg auf annektierte Gebiete zu verzichten. Sacharowa kritisierte, dass der ukrainische PrĂ€sident stets nur Verhandlungen zu seinen eigenen Bedingungen fĂŒhren wolle. "Dieser schizophrene Ansatz zeigt die absolute VerhandlungsunfĂ€higkeit und die Verantwortungslosigkeit Kiews, das ohne RĂŒcksicht auf die Opfer danach strebt, das Gemetzel bis zum letzten Ukrainer fortzusetzen", sagte sie.
Sacharowa: Selenskyj Grund fĂŒr Scheitern der GesprĂ€che in London
Selenskyj torpediere jeden Friedensprozess, betonte Sacharowa. Das sei auch der Grund fĂŒr das Scheitern der Verhandlungen in London am Mittwoch gewesen. Dort waren die GesprĂ€che von der Minister- und die Expertenebene herabgestuft worden, nachdem etwa US-AuĂenminister Marco Rubio seine Teilnahme abgesagt hatte.
Sacharowa und Kremlsprecher Peskow sagten, dass Russland seine GesprĂ€che mit den Amerikanern ĂŒber eine Lösung des Konflikts um die Ukraine fortsetze. Russland erwartet dazu auch den US-Sondergesandten Steve Witkoff zu einem neuen Besuch. Einen Termin nannte Peskow nicht. Zugleich betonte er, dass Russland an einer friedlichen Lösung des Konflikts interessiert sei. Kurz zuvor hatte der Kremlsprecher in einem Interview betont, dass Russland an seiner Forderung nach einem völligen RĂŒckzug der Ukrainer aus den vier 2022 von Moskau annektierten Gebieten Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja festhalte.
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