Nach drohnenfreier Nacht neue russische Angriffe auf Ukraine
02.04.2025 - 14:03:56Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj warf Moskau einmal mehr VerstöĂe gegen die Abmachung vor, gegenseitig keine Energieanlagen mehr anzugreifen. "Nicht einmal eine Teilwaffenruhe will (der russische PrĂ€sident Wladimir) Putin sicherstellen", schrieb der Staatschef bei Telegram. Es brauche daher neuen und spĂŒrbaren Druck auf Russland, um den Krieg einem Ende nĂ€herzubringen.
Selenskyj zufolge hat in der Region Sumy eine Drohne ein Umspannwerk getroffen. In der Region Dnipropetrowsk ist eine Stromleitung durch einen Artillerieschlag beschÀdigt worden. Fast 4.000 Kunden in beiden Regionen seien dadurch ohne Stromversorgung.
Ein Toter und Verletzte nach Angriffen
In der Region Saporischschja wurde nach Angaben des Gouverneurs, Iwan Fedorow, ein Mensch getötet. Zwei Personen wurden verletzt. Einen massiven Angriff mit 15 Drohnen gab es nach Angaben von BĂŒrgermeister Ihor Terechow auch auf die östliche Millionenstadt Charkiw. Dabei seien acht Menschen verletzt worden. Der Angriff galt dem Zivilschutz zufolge GebĂ€uden ziviler Unternehmen, jedoch wurden auch anliegende WohnhĂ€user beschĂ€digt.
Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr griff Russland mit 74 Drohnen und Drohnenattrappen an. Davon seien 41 abgeschossen worden.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht 93 ukrainische Drohnen ĂŒber russischem Gebiet, vor allem ĂŒber der Grenzregion Kursk, zerstört zu haben. Es warf der Ukraine ebenfalls Angriffe unter anderem auf ein Umspannwerk und eine Hochspannungsleitung vor. Die Stromversorgung von mehr als 1.500 Haushalten in der Region Kursk sei in der Folge unterbrochen worden.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als drei Jahren gegen die russische Invasion. Mittlerweile attackieren sich beide Seiten fast tĂ€glich gegenseitig mit Drohnen. Die Angaben beider Kriegsparteien lassen sich kaum unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen. Klar ist aber: Die Folgen der ukrainischen Angriffe als Teil der Verteidigung gegen die Angreifer stehen in keinem VerhĂ€ltnis zu den von Russland verursachten SchĂ€den und Opfern im Nachbarland.

