Russland, Konflikt

Russland will im Konflikt mit dem Westen die Kriegsflotte stÀrken

24.07.2024 - 17:08:18

Russland will vor dem Hintergrund der Spannungen mit dem Westen seine Kriegsflotte massiv verstÀrken.

"Die USA und andere Nato-Staaten bauen ihre militĂ€rische FlottenprĂ€senz in den Weltmeeren, darunter auch in den unmittelbar an Russland angrenzenden GewĂ€ssern aus", sagte PrĂ€sidentenberater Nikolai Patruschew. Unter dem Vorwand des Kampfes gegen die Piraterie wĂŒrden Handelswege blockiert und GĂŒter- und Passagierschiffe unabhĂ€ngiger Nationen aufgehalten, durchsucht und teilweise beschlagnahmt, behauptete der einstige russische Geheimdienstchef, der wegen seiner engen Beziehungen zu PrĂ€sident Wladimir Putin immer noch als einflussreich gilt. Darum mĂŒsse Russland seine Flotte modernisieren.

"Die GewĂ€hrleistung der stĂ€ndigen Bereitschaft unserer Flotte zur Abschreckung und zur Verhinderung militĂ€rischer Konflikte sowie zum Schutz unseres Landes in Übereinstimmung mit den internationalen Normen ist notwendig", sagte Patruschew. Putin befiehlt demnach, die strategischen Dokumente zur Entwicklung der Kriegsflotte zu ĂŒberarbeiten. Entsprechende Anweisungen seien an die Ministerien und die Schiffbauunternehmen gegangen. Details zu dem MarinerĂŒstungsprogramm wurden nicht bekannt.

Russland setzt in seinem seit mehr als zwei Jahren dauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine auch die eigene Flotte ein. So werden regelmĂ€ĂŸig von Schiffen der Schwarzmeerflotte und der Flottille im Kaspischen Meer Raketen auf StĂ€dte und andere Objekte in der Ukraine abgefeuert. Nach empfindlichen Verlusten - etwa der Versenkung des Flaggschiffs "Moskwa" - hat sich der Hauptteil der Schwarzmeerflotte von der Basis auf der seit 2014 annektierten Halbinsel Krim nach Noworossijsk im Gebiet Krasnodar zurĂŒckgezogen.

@ dpa.de