Russischer AuĂenminister möchte Beziehungen zu Venezuela stĂ€rken
20.02.2024 - 22:55:41"Venezuela ist einer der engsten und zuverlĂ€ssigsten Freunde in Lateinamerika und in der Welt im Allgemeinen, uns verbindet eine enge strategische Partnerschaft", sagte Lawrow am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Venezuelas AuĂenminister YvĂĄn Gil. Lawrow traf sich in Venezuelas Hauptstadt Caracas mit YvĂĄn Gil, VizeprĂ€sidentin Delcy RodrĂguez und im Anschluss auch mit Venezuelas PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro. Zuvor nahm er an der EnthĂŒllung einer Skulptur des russischen Nationaldichters Alexander Puschkin teil.
Mehr als 340 Abkommen seien in diesem Jahr zwischen Venezuela und Russland unterzeichnet worden, in denen die bilateralen Beziehungen und die Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus, Sport, Kultur, Bildung, Industrie und Wirtschaft gestĂ€rkt wurden, sagte Gil. Beide LĂ€nder lehnten auĂerdem die aus ihrer Sicht "illegal" verhĂ€ngten Sanktionen durch die USA ab.
Die US-Regierung hatte zuletzt das Vorgehen des autoritĂ€r regierenden PrĂ€sidenten Maduro gegen politische Gegner in Venezuela scharf kritisiert. Vor der PrĂ€sidentenwahl in diesem Jahr, bei der sich Maduro im Amt bestĂ€tigen lassen will, wurde mehreren fĂŒhrenden Oppositionellen die politische BetĂ€tigung untersagt. Die venezolanische Regierung hatte zudem das örtliche BĂŒro des UN-Hochkommissariats fĂŒr Menschenrechte geschlossen und die Mitarbeiter des Landes verwiesen.
FĂŒr die russische Regierung gehört Venezuela neben Kuba und Nicaragua zu den autoritĂ€r regierten, sozialistisch orientierten VerbĂŒndeten in Lateinamerika. Bereits am Montag hatte Lawrow zum Auftakt seiner Lateinamerika-Reise Kuba besucht. Auch mit dem wirtschaftlich schwer angeschlagenen Inselstaat pflege Russland engere Wirtschaftsbeziehungen, hieĂ es. Im weiteren Verlauf der Reise von Lawrow steht am Mittwoch und Donnerstag die Sitzung der G20-AuĂenminister im brasilianischen Rio de Janeiro an. Brasilien hat derzeit den jĂ€hrlich rotierenden Vorsitz der G20-Runde der fĂŒhrenden WirtschaftsmĂ€chte.

