TauschgeschÀft? Russland sendet Zootiere nach Nordkorea
21.11.2024 - 10:34:51Darunter seien ein Löwe, 2 BraunbĂ€ren und Yaks - eine Rinderart -, 5 weiĂe Kakadus, 25 Fasane und 40 Mandarinenten, berichtete das Internetportal Fontanka bereits am Mittwoch ĂŒber den Akt von Tierdiplomatie, die auch am Folgetag in Russland noch heftig diskutiert wird. So schreiben vor allem kremlkritische Internetmedien ĂŒber ein "TauschgeschĂ€ft", hatte doch Nordkorea zuvor Angaben westlicher Geheimdienste zufolge mehr als 10.000 Soldaten in die Kriegszone an der russischen Grenze zur Ukraine entsandt.
Die Tiere, die Russlands Bodenschatz- und Umweltminister Alexander Koslow per Flugzeug im Rahmen seiner Nordkorea-Reise mitbrachte, sollen kĂŒnftig im Pjöngjanger Zoo leben. Koslow sprach von einem neuen "Markstein bei der Kooperation" beider LĂ€nder. Dabei ist es nicht das erste tierische Geschenk der Russen an Nordkorea. Schon im April sollen etwa 40 Vögel, darunter See- und Steinadler, an den Zoo in der nordkoreanischen Hauptstadt gegangen sein. Diese Art von Diplomatie ist nicht ungewöhnlich. So nutzt China vor allem PandabĂ€ren als Geschenk, um freundschaftliche Beziehungen auszudrĂŒcken.
MilitÀrische Kooperation im Fokus
Russland und Nordkorea sind vor dem Hintergrund der Sanktionen, die gegen beide LĂ€nder verhĂ€ngt wurden, zusammengerĂŒckt. In die Kritik geraten ist dabei allerdings vor allem die militĂ€rische Zusammenarbeit. So soll Pjöngjang Moskau nicht nur mit Artilleriewaffen und Raketen beliefert haben, sondern auch bis zu 50.000 Soldaten in das Nachbarland geschickt haben. Die Zahl könne auf bis zu 100.000 steigen, warnte der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj unlĂ€ngst.
Die Soldaten wĂŒrden in Russland fĂŒr KĂ€mpfe gegen ukrainische Truppen ausgebildet. Erste ZusammenstöĂe habe es schon gegeben, teilten ĂŒbereinstimmend etwa ukrainische und sĂŒdkoreanische Geheimdienstquellen mit.

