Flugtickets bleiben wegen knapper KapazitÀten teuer
03.07.2023 - 05:35:09 | dpa.deIm internationalen Luftverkehr mĂŒssen sich die Passagiere weiterhin auf hohe Ticketpreise einstellen. Wichtigster Grund ist laut einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Allianz Trade das nach wie vor knappe Angebot an neu fertiggestellten Flugzeugen. Von dem Auslieferungseinbruch aus dem Jahr 2020 erholen sich die Hersteller demnach nur langsam und erreichen auch im laufenden Jahr das globale Vorkrisen-Niveau von rund 1600 neuen Passagierjets nicht.
FĂŒr die Fluggesellschaften bedeutet das bei einer nach Corona stark ansteigenden Nachfrage und sinkenden Kerosinpreisen voraussichtlich die RĂŒckkehr in die Gewinnzone. Sie können den einzelnen Sitzplatz wesentlich teurer verkaufen als 2019, ihre Margen steigen. So seien die Ticketpreise zwischen den USA und Europa im Jahresdurchschnitt 23 Prozent teurer geworden.
«Nach drei verlustreichen Jahren könnte die Luftverkehrsbranche 2023 in die Gewinnzone zurĂŒckkehren â das ist frĂŒher als erwartet», erklĂ€rte der Allianz-Trade-CEO fĂŒr den deutschsprachigen Raum, Milo Bogaerts. «Allerdings bleiben die fehlenden KapazitĂ€ten das Nadelöhr. Das dĂŒrfte den Höhenflug der Fluggesellschaften vorerst bremsen. FĂŒr Verbraucher bedeutet das auch, dass Fliegen weiterhin teuer bleiben dĂŒrfte.»
Allianz Trade zitiert Prognosen des Airline-Verbandes IATA, der fĂŒr 2023 einen Ăberschuss von 9,8 Milliarden US-Dollar (etwa 9,15 Mrd Euro) erwartet. Zum Vergleich: Vor der Pandemie hatten die Airlines im Jahr 2019 bei besser ausgelasteten Flugzeugen einen Profit von 26,4 Milliarden Dollar eingeflogen. Nach EinschĂ€tzung der IATA wird das globale Verkehrsaufkommen im laufenden Jahr auf 4,35 Milliarden FluggĂ€ste wachsen. Damit lĂ€ge es nur noch vier Prozent niedriger als 2019.
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