Krankschreibungen seit Jahresbeginn weiter auf hohem Niveau
16.07.2024 - 15:06:10 | dpa.de
Im ersten Halbjahr 2024 haben bundesweit weiterhin sehr viele Menschen krankheitsbedingt am Arbeitsplatz gefehlt. Nach Daten der KKH KaufmĂ€nnischen Krankenkasse lag der Krankenstand der KKH-versicherten ErwerbstĂ€tigen in den ersten sechs Monaten bei 6,5 Prozent. Im ersten Halbjahr 2019 - also vor der Pandemie - waren es 5,0 Prozent.Â
Schon im ersten Halbjahr 2023 war jeder BerufstÀtige durchschnittlich zweimal krankgeschrieben - 204 AusfÀlle kamen auf 100 erwerbstÀtige Mitglieder dieser Krankenkasse. Von Januar bis Ende Juni 2024 kamen sogar 210 ArbeitsausfÀlle auf 100 Mitglieder.
BeschÀftigte fehlen mit ErkÀltungssymptomen
Grund dafĂŒr ist der Versicherung zufolge vor allem die anhaltend hohe Zahl an Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen oder grippalen Infekten: Diese lag im ersten Halbjahr 2024 bei 70 FĂ€llen je 100 Versicherte â nach 69 FĂ€llen im Vorjahreszeitraum und nur 34 FĂ€llen vor fĂŒnf Jahren. Atemwegsinfekte machten von Januar bis Ende Juni 2024 ein Drittel aller KrankheitsfĂ€lle aus (34 Prozent).Â
Nach Angaben einer KKH-Sprecherin gibt es fĂŒr die gestiegene Zahl mehrere GrĂŒnde. Die SensibilitĂ€t fĂŒr die Ansteckungsgefahr von ErkĂ€ltungskrankheiten sei seit der Corona-Pandemie gröĂer, möglicherweise fehlten deshalb mehr Menschen aus diesem Grund am Arbeitsplatz. Krankschreibungen nur fĂŒr wenige Tage wĂŒrden seit der EinfĂŒhrung der elektronischen Krankschreibung zudem besser erfasst. Zuvor hĂ€tten die Versicherungen nicht von allen FĂ€llen erfahren.Â
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