Schulbau in Wuppertal: Gesamtschule kostet insgesamt 157,7 Millionen Euro
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 14:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Projektverantwortliche haben ĂŒber die zeitlichen AblĂ€ufe fĂŒr zwei bedeutende Bildungsvorhaben im Bergischen Land informiert. Im Fokus stehen der Neubau der 7. Gesamtschule in Wuppertal sowie die schrittweise Verlegung von Berufskollegs auf das Zanders-Areal in Bergisch Gladbach. Beide Vorhaben markieren zentrale Weichenstellungen fĂŒr die kommunale Bildungsinfrastruktur, befinden sich jedoch in unterschiedlichen Planungs- und Vorbereitungsphasen.
Wuppertaler Gesamtschule nimmt Gestalt an
Am Wuppertaler Standort BockmĂŒhle sind der Abriss und die Schadstoffsanierung weitgehend abgeschlossen, wie die Westdeutsche Zeitung am 25. September 2026 berichtete. GegenwĂ€rtig lĂ€uft die Baugrundvorbereitung, bei der massive Fundamente entfernt und belasteter Boden ausgetauscht werden. Der Bauantrag fĂŒr die 7. Gesamtschule soll im Winter 2026/27 eingereicht werden, wĂ€hrend der Baubeginn fĂŒr den Sommer 2027 vorgesehen ist.
Die vollstĂ€ndige Inbetriebnahme der Einrichtung fĂŒr rund 1.500 SchĂŒler ist zum Schuljahr 2030/31 anvisiert. Eine zwischenzeitlich erwogene vorgezogene Teilinbetriebnahme im Schuljahr 2029/30 wurde verworfen. Um den Schulbetrieb dennoch frĂŒhzeitig aufzunehmen, sollen die ersten SchĂŒler 2027 zunĂ€chst in einer Containeranlage an der SpitzenstraĂe starten. Zur Infrastruktur des Schulneubaus gehört zudem eine geplante Vierfach-Sporthalle am Rauental.
Finanziell umfasst der Hochbauvertrag knapp 90 Millionen Euro. FĂŒr das Gesamtprojekt belĂ€uft sich das Budget laut Ratsbeschluss auf 157,7 Millionen Euro. In dieser Summe sind 22,8 Millionen Euro fĂŒr die Ausstattung enthalten.
Allein der Hochbauvertrag fĂŒr die 7. Gesamtschule in Wuppertal umfasst knapp 90 Millionen Euro, das Gesamtbudget liegt laut Ratsbeschluss bei 157,7 Millionen Euro â davon 22,8 Millionen Euro fĂŒr die Ausstattung. Wer Ă€hnliche Vorhaben steuert, braucht belastbare Strukturen fĂŒr Kostenkontrolle und Vergabe. Kostenlosen Leitfaden fĂŒr kommunale Schulbauprojekte anfordern
Bildungscampus auf dem Zanders-Areal geplant
In Bergisch Gladbach treiben der Kreis, die Stadt sowie die Zanders-Entwicklungsgesellschaft das Vorhaben voran, auf dem frĂŒheren IndustriegelĂ€nde einen Bildungscampus zu errichten.
Laut einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 24. September 2026 sieht der erste Baustein einen Neubau fĂŒr Fachklassen der beiden Berufskollegs vor. Dieser Trakt ist zunĂ€chst auf etwa 1.000 SchĂŒler ausgelegt, langfristig sollen beide Kollegs vollstĂ€ndig auf das Areal umziehen.
In Bergisch Gladbach fehlt fĂŒr den geplanten Bildungscampus auf dem frĂŒheren IndustriegelĂ€nde bislang ein belastbarer Kostenrahmen; Machbarkeitsstudie, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und Fördermittelcheck sollen erst bis 2027 vorliegen. Wer sein Projekt nicht in diese Lage bringen will, plant die PrĂŒfschritte von Anfang an mit. Praxisplan fĂŒr Bauzeit- und Fördermittelcheck sichern
Die Inbetriebnahme des Neubaus auf dem Zanders-GelÀnde ist zum 1. August 2032 geplant. Ein belastbarer Kostenrahmen liegt derzeit noch nicht vor. Eine Machbarkeitsstudie mit Kostenrahmen und Fördermittelcheck soll bis November 2026 erarbeitet werden, stÀdtebauliche QualitÀten sollen bis Dezember 2026 vorliegen. Bis Februar 2027 ist zudem eine vorlÀufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vorgesehen.
Das Vergabeverfahren soll sich von September 2027 bis Dezember 2029 erstrecken, bevor im April 2030 der erste Spatenstich erfolgen soll. Der gesamte Zeitplan bleibt jedoch von der ErschlieĂung und Versorgung des Zanders-Areals abhĂ€ngig.
