Schuldenberg Deutschlands 2023 gewachsen
Veröffentlicht am: 28.03.2024 um 11:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Schuldenberg Deutschlands ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank nahm die Staatsschuld um 62 Milliarden Euro auf 2,62 Billionen Euro zu. Die Zunahme war den vorlĂ€ufigen Angaben zufolge Ă€hnlich hoch wie im Vorjahr, aber deutlich schwĂ€cher als in den Jahren zuvor. Die Schulden des Bundes, der Verbraucher und Unternehmen mit staatlichen Gas- und Strompreisbremsen unterstĂŒtzte, wuchsen um 75 Milliarden Euro. Die Schulden der BundeslĂ€nder nahmen dagegen weiter ab.
Die Schuldenquote, also das VerhĂ€ltnis der Schulden zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP), sank das zweite Jahr in Folge auf nunmehr 63,7 Prozent. Damit ĂŒberschritt Deutschland allerdings zum vierten Mal in Folge die in den europĂ€ischen VertrĂ€gen von Maastricht vereinbarte Höchstmarke von 60 Prozent. Zuletzt hatte Deutschland die Marke im Vor-Corona-Jahr 2019 mit einem Wert von 59,6 Prozent unterschritten.
Den RĂŒckgang der Schuldenquote um 2,4 Prozentpunkte im vergangenen Jahr fĂŒhrte die Bundesbank auf den Anstieg des nominalen Bruttoinlandsproduktes zurĂŒck, das besonders aufgrund der hohen Inflation um 6,3 Prozent wuchs. «Dies senkte fĂŒr sich genommen die Schuldenquote um 4 Prozentpunkte», erlĂ€uterte die Notenbank. Bereinigt um Preiserhöhungen war die deutsche Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr dagegen geschrumpft.
