Kuba schrÀnkt wegen Stromkrise nicht essenzielle Arbeit ein
18.10.2024 - 18:38:14Die Stromerzeugung des Landes befinde sich in einer schwierigen Situation, vor allem aufgrund fehlender Brennstoffe, sagte MinisterprÀsident Manuel Marrero in einer Fernsehansprache. In Teilen des Landes dauern die StromausfÀlle inzwischen mehr als zwölf Stunden am Tag an.
Nur KrankenhĂ€user und LebensmittelproduktionsstĂ€tten dĂŒrfen auf der Karibikinsel ohne KĂŒrzungen weiterarbeiten, wie der staatliche Stromversorger UNE mitteilte. An den restlichen ArbeitsplĂ€tzen soll nur noch das erforderliche Personal eingesetzt werden. Kulturelle AktivitĂ€ten und Freizeitzentren mit Stromgebrauch werden zudem ausgesetzt. Auch der Schulunterricht wurde vorĂŒbergehend eingeschrĂ€nkt.
Kuba steckt in einer der schwersten Wirtschaftskrisen seit der Revolution um Fidel Castro von 1959. Wegen des schlechten Zustands der veralteten Infrastruktur - auch als Folge des seit mehr als 60 Jahren bestehenden Handelsembargos der USA - gehen in Kuba regelmĂ€Ăig die thermoelektrischen Kraftwerke vom Netz und mĂŒssen notdĂŒrftig repariert werden. StromausfĂ€lle gehören im ganzen Land zum Alltag.
In der Hauptstadt Havanna wurde das Problem bisher gröĂtenteils in Grenzen gehalten. Seit zwei Jahren gibt es dort hin und wieder Phasen planmĂ€Ăiger Stromabschaltungen, bei denen die Viertel abwechselnd alle drei Tage vier Stunden lang ohne ElektrizitĂ€t auskommen mĂŒssen. Seit Montag fĂ€llt nun auch in Havanna jeden Tag der Strom aus, bisweilen fĂŒr mehr als vier Stunden.

