Schweden fordert StÀrkung der EU-Batterieindustrie
28.11.2024 - 12:18:13 | dpa.de"Wir ertrĂ€nken die europĂ€ische WettbewerbsfĂ€higkeit im Grunde genommen nicht nur in einer Vielzahl von Vorschriften, sondern auch in Vorschriften, die ein Labyrinth sind", sagte Schwedens Vize-Regierungschefin und Industrieministerin Ebba Busch am Rande eines EU-Ministertreffens in BrĂŒssel.
Sie fordert, unterstĂŒtzt von Deutschland und Frankreich, die EU-Kommission dazu auf, gute Arbeitsbedingungen fĂŒr die bestehende Batterieindustrie sicherzustellen. Deutschlands Vertreter bei dem Ministertreffen, StaatssekretĂ€r Bernhard Kluttig, sagte, eine starke Batterieindustrie in Europa sei enorm wichtig fĂŒr die deutsche Automobilindustrie.
Dabei geht es laut Busch auch darum, bestehenden Firmen zu helfen, ihre Produktion massiv auszubauen. "Wenn wir mit dem grĂŒnen Ăbergang Erfolg haben wollen, muss der europĂ€ische Batteriesektor fliegen und angemessene Marktanteile erobern", so Busch. Europas Wirtschaft werde zwischen "unseren lieben amerikanischen Freunden" und einer unfairen asiatischen Konkurrenz zerrieben.
Schwedische Firma in Schwierigkeiten
FĂŒr Schweden gab es jĂŒngst schlechte Nachrichten aus der Batteriebranche. Der finanziell angeschlagene schwedische Hersteller Northvolt hat in den USA ein Restrukturierungsverfahren gemÀà "Chapter 11" des US-Insolvenzrechts beantragt.
Northvolt galt hinsichtlich der Batterieproduktion fĂŒr E-Autos lange Zeit als groĂer HoffnungstrĂ€ger der europĂ€ischen Automobilindustrie. Derzeit ist auch eine Northvolt-Fabrik im schleswig-holsteinischen Heide geplant. Northvolt-Angaben zufolge ist ihre deutsche Tochter aber unabhĂ€ngig von der Muttergesellschaft finanziert und nicht Teil des Chapter-11-Verfahrens.
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