Schwerlastkontrollen: 87 VerstöĂe bei 130 geprĂŒften Fahrzeugen auf der A2
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 21:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei einer groĂangelegten ĂberprĂŒfung des gewerblichen GĂŒterkraftverkehrs an der Autobahn 2 haben EinsatzkrĂ€fte von Polizei und weiteren Behörden zahlreiche UnregelmĂ€Ăigkeiten festgestellt.
Wie aus einem Bericht vom 24. September 2026 hervorgeht, nahmen die KontrollkrĂ€fte an den RaststĂ€tten Lipperland-SĂŒd und Lipperland-Nord insgesamt etwa 130 Fahrzeuge unter die Lupe. Dabei registrierten sie 87 VerstöĂe gegen geltende Transport- und Sicherheitsbestimmungen.
MĂ€ngel bei Fahrpersonalvorschriften, Gefahrgut und Ladungssicherung
Die Beanstandungen betrafen wesentliche Bereiche der Verkehrssicherheit. Nach Angaben von Polizei und Behörden bildeten VerstöĂe gegen die Fahrpersonalvorschriften mit 35 FĂ€llen den gröĂten Anteil.
Zudem dokumentierten die EinsatzkrĂ€fte acht FĂ€lle von mangelhafter Ladungssicherung, zwei Ăberladungen sowie MĂ€ngel beim Transport von Gefahrgut an fĂŒnf Lastkraftwagen. Wegen eines VerstoĂes gegen das Abfallrecht wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 180 Euro festgesetzt.
Parallel dazu leitete der Zoll weiterfĂŒhrende PrĂŒfungen ein. Untersucht werden demnach nachtrĂ€glich zwei VerdachtsfĂ€lle von Leistungsbetrug, zwei mögliche MindestlohnverstöĂe, drei FĂ€lle von illegaler BeschĂ€ftigung sowie zwei unzulĂ€ssige Transporte.
Bundesweite Schwerpunktaktionen und gravierende EinzelfÀlle
Die Ergebnisse reihen sich in Ă€hnliche Kontrollerfolge auf anderen Transitrouten ein. Am 24. September 2026 berichteten EinsatzkrĂ€fte ĂŒber nĂ€chtliche Schwerpunktkontrollen der Polizei und des Bundesamtes fĂŒr Logistik und MobilitĂ€t (BALM), die von Montag bis Donnerstag an der RaststĂ€tte Auerswalder Blick an der Autobahn 4 stattfanden. Dort ĂŒberprĂŒften die Beamten 86 Fahrzeuge, wobei es bei mehr als einem Drittel zu Beanstandungen kam.
Polizei und BALM registrierten 115 Verkehrsordnungswidrigkeiten, darunter 26 Ăberladungen, und untersagten in 31 FĂ€llen die Weiterfahrt bis zur vollstĂ€ndigen Behebung der MĂ€ngel. Die Polizei verzeichnete in den vier NĂ€chten ĂŒber 100 Anzeigen.
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FĂŒr besonderes Aufsehen sorgte ein 12-achsiger Sattelzug mit einer 69 Tonnen schweren Presse: Das Gespann wies ein Gesamtgewicht von ĂŒber 116 Tonnen auf und war ohne die erforderlichen Genehmigungen unterwegs. Gegen das verantwortliche Transportunternehmen verhĂ€ngten die Behörden einen Einziehungsbetrag in Höhe von 28.000 Euro.
Vergleichbare KontrollmaĂnahmen zeigten auch im Nachbarland Ăsterreich erhebliche Sicherheitsrisiken auf. Am 22. September 2026 stoppte die Autobahnpolizei auf der A1 bei Ansfelden Nord in Oberösterreich um 15:50 Uhr einen Klein-Lkw mit Gefahrgut aufgrund technischer MĂ€ngel und fehlerhafter ADR-Kennzeichnung; der 55-jĂ€hrige Fahrer wies einen Atemalkoholwert von 1,10 Promille auf.
Am 23. September 2026 ĂŒberprĂŒften Polizei, Finanzpolizei und AmtstierĂ€rzte in der Steiermark zwischen 4 und 16 Uhr den Verkehr. Auf der A2 bei Gössendorf wurde ein 36-jĂ€hriger polnischer Lkw-Fahrer mit mehr als 3 Promille aus dem Verkehr gezogen.
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Im Schwerverkehr stellten die Behörden 75 VerstöĂe gegen das Kraftfahrgesetz fest, darunter 30 VerstöĂe gegen Sozialvorschriften, 18 technische MĂ€ngel und 16 Ăberladungen. Zudem gab es 15 Anzeigen bei Tiertransporten.
Unfallzahlen im ersten Halbjahr 2026 rĂŒcklĂ€ufig
Die Notwendigkeit strenger Kontrollen spiegelt sich in der allgemeinen Sicherheitslage wider. Nach vorlĂ€ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes, die am 24. September 2026 veröffentlicht wurden, starben im ersten Halbjahr 2026 auf deutschen StraĂen 1.233 Menschen â ein RĂŒckgang um 9 Prozent beziehungsweise 122 Personen gegenĂŒber den 1.355 Getöteten im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verletzten sank um 4,2 Prozent auf 172.000.
Gleichzeitig erfasste die Polizei im ersten Halbjahr 2026 rund 1,26 Millionen UnfÀlle, was einem Zuwachs von 2,6 Prozent entspricht. Darunter waren 1,12 Millionen UnfÀlle mit reinem Sachschaden, ein Plus von 3,4 Prozent. Die UnfÀlle mit Personenschaden verringerten sich hingegen um 3,5 Prozent auf gut 138.000 FÀlle.
Bundesweit lag die Quote bei 15 Verkehrstoten je eine Million Einwohner. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete mit 22 und Niedersachsen mit 21 ĂŒberdurchschnittlich hohe Werte, wĂ€hrend Nordrhein-Westfalen auf 12 und Berlin auf 5 Getötete je Million Einwohner kamen.
Nach Verkehrsarten differenziert sanken unter anderem die Todesopfer bei Pkw-Insassen auf 531 (minus 20) und bei FuĂgĂ€ngern auf 150 (minus 44), wohingegen bei E-Scooter-Nutzern ein Anstieg auf 28 Getötete (plus 13) registriert wurde.
