Sinkflug der Immobilienpreise setzt sich fort
21.06.2024 - 09:02:35Die Preise fĂŒr HĂ€user und Wohnungen in Deutschland sind zu Beginn des laufenden Jahres weiter gefallen. Wohnimmobilien waren im ersten Quartal im bundesweiten Schnitt 5,7 Prozent billiger als im Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt anhand vorlĂ€ufiger Zahlen in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Jahresende 2023 verbilligten sich Wohnimmobilien im Zeitraum Januar bis MĂ€rz 2024 durchschnittlich um 1,1 Prozent.
Sowohl in den StĂ€dten als auch in den lĂ€ndlichen Regionen bröckelten die Preise. Die gröĂten RĂŒckgĂ€nge im Vergleich zum Vorjahresquartal wurden mit minus 9,5 Prozent fĂŒr Ein- und ZweifamilienhĂ€user in den Metropolen Berlin, Hamburg, MĂŒnchen, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und DĂŒsseldorf beobachtet. Eigentumswohnungen verbilligten sich dort durchschnittlich um 4,6 Prozent innerhalb eines Jahres. In dĂŒnn besiedelten lĂ€ndlichen Kreisen zahlten KĂ€uferinnen und KĂ€ufer durchschnittlich 6,7 Prozent weniger fĂŒr Ein- und ZweifamilienhĂ€user sowie 2,4 Prozent weniger fĂŒr Eigentumswohnungen als im ersten Quartal 2023.
Seit Mitte 2022, dem Höhepunkt des jahrelangen Booms, geht es am Immobilienmarkt abwĂ€rts. Grund sind vor allem die krĂ€ftig gestiegenen Zinsen, die Kredite verteuert haben. Viele Menschen können sich die eigenen vier WĂ€nde nicht mehr leisten, und fĂŒr GroĂanleger rechnen sich Investments nicht mehr. Zugleich bleibt die Nachfrage nach Wohnraum gerade in StĂ€dten hoch, wĂ€hrend der Neubau wegen des Zinsanstiegs und gestiegener Baukosten in der Flaute steckt.
So lag die Zahl der Baugenehmigungen fĂŒr den Neu- und Umbau von Wohnungen auch im April deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Bei Neubauten zĂ€hlten die Wiesbadener Statistiker nach jĂŒngst veröffentlichten Daten in dem Monat 14.300 Einheiten. Das waren 17 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Baugenehmigungen inklusive Umbauten lagen mit 17.600 ebenfalls um 17 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. VerbĂ€nde der Bau- und Immobilienbranche dringen angesichts des Wohnungsmangels gerade in BallungsrĂ€umen auf mehr staatliche Förderung.


