Selenskyj dankt USA fĂŒr Starlink und fordert Abwehrraketen
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 08:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Es gibt Lieferpakete, auf die wir noch immer warten", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. "Dabei handelt es sich sowohl um Pakete aus den USA als auch von unseren europĂ€ischen Partnern. Lieferpakete, fĂŒr die bereits politische Entscheidungen getroffen wurden."
Selenskyj hatte zuletzt mehrfach beklagt, dass zugesagte und bezahlte Raketen von den USA nicht geliefert wĂŒrden. Die Ukraine braucht nach eigenen Angaben vor allem Flugabwehrraketen fĂŒr die Patriot-Systeme, um sich vor den russischen Angriffen mit ballistischen Raketen zu schĂŒtzen.
Einen Erfolg verzeichnete Selenskyj indes nach seiner tagelangen Kritik an der Drosselung des fĂŒr die Luftverteidigung der Ukraine wichtigen US-Satelliteninternets. "Starlink und Starshield funktionieren wieder mit der Geschwindigkeit, die vor all diesen EinschrĂ€nkungen herrschte. Jetzt ist die Geschwindigkeit so, wie wir sie brauchen", sagte er. "Das ist entscheidend fĂŒr unsere Frontlogistik und fĂŒr den Schutz der Ukraine vor Raketenangriffen."
Er danke den US-Kongressabgeordneten, Senatoren, Medien und dem AuĂenministerium sowie dem PrĂ€sidenten in Washington, sagte Selenskyj. Am Morgen hatte zunĂ€chst Verteidigungsminister Jewhenij Chmara mitgeteilt, dass das System wieder laufe.
Selenskyj: Hoffnung fĂŒr Frontstadt Oleschky nach US-Vermittlung
Selenskyj bestĂ€tigte auch, dass nach der US-Vermittlung einer lokalen Waffenruhe fĂŒr die Frontstadt Oleschky in dem von Russland kontrollierten Teil des ukrainischen Gebiets Cherson nĂ€chste Woche Hilfe kommen soll. "Wir hoffen, dass es gelingen wird, diese humanitĂ€re Operation durchzufĂŒhren", sagte er. Ziel sei es, Zugang zu Oleschky zu gewĂ€hren, damit Lebensmittel und Medikamente geliefert werden und die Menschen das Kampfgebiet verlassen können.
"Die Ukraine wird ihren Teil erfĂŒllen. Wir rechnen damit, dass die amerikanische Vermittlung Erfolg haben wird", sagte Selenskyj. Die Lage dort sei Ă€uĂerst schwierig, weil StraĂen vermint seien. Russland hatte erklĂ€rt, dass die Waffenruhe bereits vom 27. Oktober an gelten sollte. Demnach sollen Minen entfernt werden, damit ein sicherer Korridor geschaffen werden könne.
First Lady Melania Trump hatte nach US-Angaben in der seit Monaten abgeriegelten Frontstadt eine lokale Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew vermittelt. Beide Konfliktparteien hĂ€tten vereinbart, alle Kampfhandlungen ab dem 29. Oktober vorĂŒbergehend einzustellen, teilte das WeiĂe Haus mit. Dadurch solle humanitĂ€re Hilfe sowie eine Evakuierung der Zivilbevölkerung ĂŒber einen sicheren Korridor ermöglicht werden.
